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13.03.1992

Eine Zwischenbilanz: Die Standardisierung von SQL

Bei der Standardisierung der Datenbank-Abfragesprache

SQL arbeiten die SQL-Access-Group und X/Open eng zusammen. Chairman der X/Open Database Management Group ist Ulrich Riepl, der bei Siemens-Nixdorf für die Planung von Unix-Datenbank-Systemen zuständig ist. Er gibt einen knappen Überblick über den Stand der Dinge bei der SQL-Standardisierung.

"Ein Projekt der SQL Access Group zielt auf die Möglichkeit, heterogene Produkte zu koppeln.

Das bedeutet daß die Front-end-Anwendungen eines Herstellers auf den Back-end-Produkten von Mitbewerbern ablaufen können. Wenn die Hersteller nach der Veröffentlichung des Standards im nächsten Jahr entsprechende Produkte auf den Markt bringen, dann wird es möglich sein, 4GL-basierte Anwendungen zu entwickeln, die auf Datenbankprodukten verschiedener Hersteller laufen.

In einer gemeinsamen Veröffentlichung von X/Open und der SQL Access Group wurde bereits die noch nicht endgültige Spezifikation der Embedded SQL-Schnittstelle für Cobol und C beschrieben.

Das zweite Projekt der beiden Organisationen bildet die Programmierschnittstelle auf die Protokolle ab. Hier bedienen wir uns des allerdings noch nicht abgesegneten ISO-Standards Remote Database Access (RDA).

Dieser Standard soll proprietäre Protokolle wie etwa Informix Net ersetzen, wobei die Funktionalität, von der Unterstützung der reinen Client-Server-Architekturen auf verteilte Umgebungen ausgeweitet wird. Die Veröffentlichung des RDA als Standard ist für Mitte nächsten Jahres vorgesehen.

Was den ANSI-Standard von SQL betrifft, so war die Version von 1989 im Sprachumfang relativ bescheiden. SQL-2 wird jedoch so reichhaltig sein, daß 95 Prozent aller Anwendungen damit realisierbar sind.

Zudem sind die Spezifikationen so gut wie fertig. Anwender, die sich die Herstellerunabhängigkeit erhalten wollen, dürften es dann wesentlich leichter haben."