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18.10.2002 - 

Verzeichnisdienste/Kommentar

Einfache Magie

Jürgen Hill Redakteur CW

Auf den ersten Blick erscheinen Directories wie Zauberkästen der modernen DV. Simsalabim, und sie lassen Tricks wie Identity-Management, Public Key Infrastructures (PKI) oder Single-Sign-on in noch so heterogenen IT-Landschaften erscheinen. Wie in der Welt der Magie verbirgt sich auch hinter den Directories ein grundlegendes Erfolgsrezept: eine genaue Vorbereitung.

Gerade daran scheitern Zauberlehrling oder IT-Administrator jedoch häufig. In ihrem Bestreben, gleich die höchsten Weihen eines Houdini zu erlangen oder ein konzernumfassendes Identity-Management zu verwirklichen, wachsen ihnen die Probleme über den Kopf. Und die Zuschauer - sprich User - wenden sich enttäuscht ab. So wie hier dem jungen Magier oft geraten wird, zu einfachen Illusionen wie dem Verschwinden einer Münze zu greifen, empfiehlt es sich in der IT-Welt, erst einmal mit simpleren Applikationen dem Anwender die Vorteile eines komplexen Directory-Projekts vor Augen zu führen - etwa in Form eines internen, sich automatisch aktualisierenden Unternehmenstelefonbuchs.

Nur wenn alle Benutzer die Vorzüge eines Directories bereits in einer frühen Projektphase erleben, können später die komplexeren Aufgaben angegangen werden. Hier ist der IT-Verantwortliche ähnlich wie der Zauberer auf die Mitarbeit seines Publikums angewiesen. Während der Magier die Zuschauer als Assistenten benötigt, braucht der DV-Manager auf die Kooperation seiner User in Sachen Datensammlung. Ein unternehmensweites Verzeichnis, das gar in Form eines Meta Directorys die Daten automatisch mit anderen untergeordneten Verzeichnissen synchronisiert, kann nämlich nur so gut sein wie die Informationen, die aus den einzelnen Fachabteilungen hineinfließen. Ohne diese Mitarbeit der Anwender nützt auch die ausgefeilteste Directory-Software nur wenig und kann ihr Potenzial nicht ausschöpfen.