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15.04.1977 - 

Nixdorf Computer AG:

Eingeführte Hardware - fremde Software

15.04.1977

PADERBORN (hö)- Die Nixdorf Computer AG wird - wie bereits berichtet - keine Hardware-Neuheiten auf der diesjährigen Hannover Messe ausstellen, da nach Meinung des Unternehmens "bis zur Ankündigung und Präsentation von völlig neuen Computer-Generationen die Geräte immer mehr in den Hintergrund treten". Das neue Schlagwort lautet "anwendungsorientiert" - in Nixdorf-Übersetzung: ".. . die Gesamtheit von Hard- und Software sowie kompletten Dienstleistungspaketen sehen."

Am Messestand der Paderborner wird dieses Konzept folgendermaßen sichtbar: In einer "Anwender-Informationsstraße" sollen sich Anwendungsspezialisten ausschließlich auf die Erläuterung branchenspezifischer Software konzentrieren. Behandelt werden Lösungen für den Maschinenbau (Materialwirtschaft), Isolierglasfabrikation (Finanzbuchhaltung), Fertighausbau (Kostenrechnung, Anlagebuchhaltung), Bauwirtschaft (Lohn), Krankenhäuser (Patientenaufnahme), Lieferergroßhandel und Lebensmittelgroßhandel (Fakturierung, Auftragsbearbeitung, Kfz-Handel (Gewährleistungs- und Werkstattabrechnung) sowie den Großhandel (Lohn/Gehalt).

Des weiteren werden drei Datenfernverarbeitungs-Anwendungen im Rahmen des Nixdorf Communication Network (NCN) "life" demonstriert: Kommuniziert wird via Standleitungen mit IBM-Rechnern der Firmen Continental, RWG und Babcock.

Eine echte Neuheit aber dürfte der "Nixdorf und Partner"-Stand sein. Erstmals werden hier diejenigen Software-Firmen "preisgegeben", die für den Computerhersteller Branchen-Software produzieren. Auf diesem Extra-Stand kann man in Hannover zehn Software-Häuser und ihre Produkte kennenlernen. Nixdorf-Ziel: ".... sie sollen Gelegenheit haben, Spezialprobleme mit Interessenten zu diskutieren und diese gegebenenfalls auch überzeugen."

Damit die Hardware doch nicht ganz zu kurz kommt:

Neu beim Datenerfassungs- und Terminalssystem 8820 sind die IBM-3740-kompatible Floppy, eine Stapelzuführung für 32 Floppy Disks, der Anschluß des OCR-A-Handlesers sowie ein größerer Bildschirm mit 1920 Zeichen.

Für die Datenkasse 8812 sowie das integrierte Kassensystem 8862 gibt es jetzt einen Lesestift-Anschluß für EAN-Code.

Das Textverarbeitungssystem 8815 kann wahlweise mit einem 3840- Zeichen-Bildschirm und bernsteinfarbener Schrift (Nixdorf-Kreation!)ausgerüstet werden, zudem gibt es eine Schreibmaschinentastatur nach DIN 2137 (statt bisher 88 jetzt 86 Zeichen).

Als Alternative zum intelligenten Terminal zeigt Nixdorf noch ein "intelligentes Telefon": Das Datentelefon Datatel 8811, gleichermaßen geeignet für die Übertragung von Daten und Sprache. An das Mikroprozessor-gesteuerte Grundgerät können unterschiedliche Ein- und Ausgabegeräte angeschlossen werden. Es enthält neben dem Betriebssystem spezielle Programmteile zur Überwachung der Tastatur und Anzeige, zur Erzeugung von Wählzeichen, zur Abwicklung des Datenverkehrs sowie zur Steuerung der Peripheriegeräte über ein universelles Kanalprogramm.

Datatel 8811 kann an das Fernsprechwählnetz, eine Nebenstellenanlage oder an eine Standleitung angeschlossen werden. Die Datenübertragung erfolgt über das gleiche Netz mittels eines integrierten Modems. Nixdorf sieht die Einsatzmöglichkeiten dieses "Handterminals" vor allem an den Arbeitsplätzen von Sachbearbeitern, die sehr schnell auf Kundenanfragen reagieren müssen.

Informationen: Nixdorf Computer AG,

Fürstenweg, 4790 Paderborn

In Hannover: CeBIT - B 4503