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13.09.1996 - 

Ehrlich währt online am längsten

Einige Voraussetzungen für die erfolgreiche Web-Präsenz

Zu den Grundvoraussetzungen gehört, daß das Unternehmen weiß, was es von diesem Engagement erwartet. Die Ziele sollten klar formuliert und bis in die technische Umstetzung verfolgt werden.

"Ehrlich währt am längsten." Dieser Grundsatz gilt auch im Internet - und gerade für das Marketing. Falsche Botschaften zu verbreiten oder Versprechen abzugeben, die anschließend nicht gehalten werden, kostet die Glaubwürdigkeit.

Ehrlichkeit bedeutet:

- eine realistische Selbsteinschätzung entwickeln: Was kann mein Unternehmen in welchem Maße und mit welchen Mitteln im Online-Bereich anbieten, um die definierten Ziele zu erreichen?

- Einen gesunden Mittelweg finden zwischen der herkömmlichen Kommunikation (Anzeigen, Broschüren etc) und den Gepflogenheiten des Internet.

- Keine unzutreffenden Botschaften verbreiten.

- Sich der öffentlichen Kritik stellen, um daraus zu lernen.

Wer Dienste im Internet anbietet, sollte seine Zielgruppe kennen. Generell lassen sich die User in drei Kategorien einteilen: - Der Surfer weiß noch gar nicht genau, wonach er sucht. Er ist empfänglich für Ungewöhnliches.

- Der Rechercheur weiß, was er will, und das möchte er so schnell wie möglich erfahren. Schöne Effekte sind ihm gleichgültig oder stören sogar.

- Der Kunde ist heute noch selten. Er ist daran interessiert, im Web schneller bedient zu werden als über herkömmliche Kontaktwege.

Alle drei Anwendertypen müssen optimal versorgt werden, schließlich kann der Surfer von heute der Kunde von morgen sein.

Erfolgreich ist im Internet nur, wer es schafft, das Interesse der Web-Seiten-Besucher zu erregen. Interessant sein heißt: - informativ: sowohl für den schnellen Überblick als auch für tiefen Einblick

- interaktiv: je nach den individuellen Informationsbedürfnissen

- attraktiv: angenehme Optik, anregende Ansprache, akzeptable Aufrufzeiten

- vielseitig: mit immer wieder neuen Erkenntnissen, auch bei einem zweiten Besuch der Seite

- transparent, also übersichtlich

- spannend: Thrill, Fun, Entertainment gehören auch dazu.

Jede Anwendung ist anders. Es haben sich jedoch einige inhaltliche Kategorien herausgebildet, die nicht fehlen sollten:

- Im Mittelpunkt steht das Produkt- und Leistungsangebot.

- Angabe von Kontaktmöglichkeiten. Viele Anwender benutzen das Web als Adreßbuch.

- Meist viel zu ausführlich: die Selbstdarstellung.

- News.

Web-Seiten sind keine Broschüren. Die Vorbilder aus der Drucktechnik sind nur sehr eingeschränkt geeignet: - Papierene Unterlagen sind in der Regel seriell gestaltet, das heißt von vorne nach hinten organisiert. Das Online-Prinzip ist deduktiv: vom Allgemeinen zum Besonderen.

- Die Textmenge einer Schreibmaschinenseite ist für eine Broschürenseite akzeptabel, für eine Webseite aber kaum zumutbar.

- Online sollten Grafiken und Bildtabellen nur angeboten werden, wenn sie als echte Ergänzung zum Text erforderlich sind. Ansonsten einfach einen Link anbieten, um diese Bilddatei optional aufzurufen.

- Eine Broschüre ist in ihrem Inhalt nur durch Beilagen erweiterbar, eine Online-Anwendung läßt sich dagegen jederzeit verändern. Dieses Update erwarten die Anwender.

- Anzeigen sind "add on pressure", Online-Informationen sind "add on demand". Werbliche Darstellungen und Inhalte eignen sich nur in den seltensten Fällen zur unveränderten Übernahme von einem Medium in das andere.