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16.04.1999 - 

Musikindustrie sichert sich ab

Einigung über Rahmenplan für Kopierschutz bei DVD-Audio

MÜNCHEN (CW) - Die vier Unternehmen IBM, Intel, Toshiba und Matsushita legten jetzt einen Rahmenplan vor, der das Copyright bei DVD-Audio-Produkten sicherstellen soll.

Das Konzept definiert einen Rahmen, innerhalb dessen Musikstücke auf DVD-Disks vor unbefugtem Kopieren geschützt sind. Ähnlich wie bei der Einführung von DVD-Video mußten sich die Hardwarehersteller wiederum den Forderungen der Urheber beugen. Damals machten die großen Hollywood-Studios Einsprüche gegen einheitliche Laufwerke geltend, um so die zeitlich gestaffelte Veröffentlichung der Kinofilme je nach Region weiterhin praktizieren zu können. Der Effekt für den Endkunden ist, daß er beispielsweise in den USA gekaufte Videos auf dem heimischen DVD-Laufwerk in Europa nicht lesen kann. Ein "Region"-Chip verhindert dies.

Die Audio-Initiative geht auf das Drängen der Musikindustrie zurück, die befürchtet, daß durch die Digitalisierung der Töne - und das damit mögliche Vervielfältigen ohne Qualitätseinbuße - ihre Rechte verletzt werden. Der Rahmenplan ist das Ergebnis von Diskussionen im vergangenen Jahr, die zwischen den vier Herstellern und den Vertretern der Musikindustrie Sony Music Entertainment, Universal Music Group, BMG, EMI und Warner Music Group geführt wurden.

Kopieren nur einmal erlaubt

Der jetzt vorgelegte Rahmenplan für DVD-Audio sieht vor, daß die vorgebrannten Disks mittels Verschlüsselungstechniken und Wasserzeichen nur auf lizenzierten Abspielgeräten wiedergegeben werden können. Dem Käufer einer Musik-DVD soll die Möglichkeit eingeräumt werden, die Disk in Originalqualität oder schlechter einmal für private Zwecke zu kopieren. Das Medium kann dabei eine wiederbeschreibbare CD, eine Minidisc oder ein DAT-Band sein.

Den Inhabern der Urheberrechte räumt der Plan allerdings weitere Optionen ein, damit sie, wie es heißt, "über die Flexibilität verfügen, den Bedürfnisse der Konsumenten zu entsprechen, wenn sich der Markt für DVD-Audios entwickelt". Denkbar wären beispielsweise Staffelpreise für mehrfaches Kopieren der Musikstücke.

Für IBM ist es die zweite Initiative zum gleichen Thema. Im Februar hatte sich Big Blue mit Hitachi, NEC, Pioneer und Sony unter dem Namen "The Galaxy Group" zusammengeschlossen, um ein Wasserzeichen zu entwickeln, das digitale Filme und Videoclips vor unberechtigtem Kopieren schützt. Die Gruppe konkurriert mit einem Dreierkonsortium aus Philips, Macrovision und Digimarc, die ebenfalls an einem derartigen Kopierschutz arbeiten.