Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

15.04.1983 - 

BMFT unterstützt Forschung bei Mustererkennung:

Einsätze der Bildverarbeitung nehmen zu

BONN (CW) - "Bildinformationssysteme sind auf dem Weg zum praktischen Einsatz. Sie beinhalten sehr anspruchsvolle Technologien und gewinnen immer mehr praktische und wirtschaftliche Bedeutung", erklärte der Bundesminister für Forschung und Technologie. Dr. Heinz Riesenhuber, in Bonn. Beispielhaft nannte er die Bereiche Qualitätskontrolle in der industriellen Produktion und medizinische Diagnostik.

Die Möglichkeit, Bilder automatisch auf bestimmte Inhalte hin auszuwerten, wird nach Erfahrungen des Bundesforschungsministers zunehmend für die industrielle Qualitäts- und Materialprüfung genutzt. Erste Zwischenergebnisse von Projekten zur Bildverarbeitung, die vom Bundesministerium für Forschung und Technologie im Rahmen der Informationsverarbeitung gefördert werden, zeigen, daß es in der Bundesrepublik vielversprechende Ansätze gibt

Der Vorteil von optischen Verfahren der Qualitätskontrolle gegenüber der Sichtprüfung durch den Menschen besteht in ihrer Zuverlässigkeit und darin, daß sie berührungslos sind, so daß hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Allerdings sind nach Auffassung von Heinz Riesenhuber die Verfahren der Bildauswertung sehr kompliziert, weil der Anspruch an die Bildverarbeitungsgeräte an der menschlichen Sehfähigkeit gemessen werde. Trotz fallender Kosten für elektronische Bauelemente seien die Rechner zur Auswertung von Bildern bei hoher Geschwindigkeit auch noch sehr teuer.

Erfreulich sei aber, daß die Zahl der Einsatzfälle merklich zunehme. "Für ein Land wie die Bundesrepublik, das seinen hohen Export nicht zuletzt seinem Qualitätssiegel 'made in Germany' verdankt, ist die Entwicklung und der Einsatz solcher neuer Techniken zur Qualitäts- und Materialprüfung unverzichtbar, betonte Riesenhuber. Deshalb wurden seit drei Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Mustererkennung gefördert.

Bildinformationssysteme sind auch in der medizinischen Diagnostik auf dem Weg zum praktischen Einsatz. So hat das Hamburger Forschungslabor der Industrie ein Bildinformationssystem entzwickelt, das vor seiner Piloterprobung steht. Ziel der Arbeiten war es - zunächst für den klinischen Bereich - ein System zu entwickeln, das die Vielzahl von verschiedenen Bildmaterialien harmonisch integriert und archiviert. Der BMFT hat diese Entwicklung im Rahmen der Datenverarbeitungsförderung gefördert. "Die neuartigen Bildinformationssysteme helfen nicht nur den Ärzten bei ihrer Arbeit, sie lassen auch einen Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen erwarten", erklärte hierzu der Bundesforschungsminister.