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27.09.2007

Einseitige Liebe: Cisco beklagt schlechte Kooperation mit Microsoft

Die Partnerschaft in Sachen Unified Communications ist den Netzwerkern zu unausgewogen.

Cisco-CEO John Chambers und Microsoft-Häuptling Steve Ballmer hatten auf einem "Friedensgipfel" im vergangenen Monat Publicity-trächtig betont, dass sie in verschiedenen Bereichen die Interoperabilität ihrer Techniken sicherstellen wollten, selbst wenn sie dort als Konkurrenten auftreten. Details zu den entsprechenden Bemühungen wurden jedoch nur wenig bekannt, so dass Kritiker von einer geheuchelten Friedenserklärung zweier Unternehmen sprachen, die um das lukrative Geschäft mit Communications- und Collaboration-Lösungen kämpfen.

Auf einer Presseveranstaltung sagte nun Rick McConnell, Leiter von Cisco's Unified-Communications-Sparte, dass Cisco sehr wohl bemüht sei, das Versprechen von mehr Interoperabilität in die Tat umzusetzen. So bündle Cisco bereits alle Präsenz- und Verfügbarkeitsinformationen von seinen Unified-Communications-Systemen und übermittle diese an Microsofts Office Communications Server (OCS), damit dieser die Daten an Microsoft-Clients weiterleiten kann. Microsoft erbringe jedoch keine Gegenleistung, klagte McConnell.

Mangelnde Integration

Für ein Unternehmen, das mit Ciscos Call-Management-Software "Unified Communications Manager" arbeitet, bedeute dies, dass ein Angestellter in seinem Office-Communicator von Microsoft zwar erkennen könne, ob sein Kollege gerade telefoniert. Trage ein Mitarbeiter umgekehrt jedoch im Office Communicator ein, dass er seinen Arbeitsplatz vorübergehend verlasse, werde diese Information nicht im Cisco-IP-Telefon eines Kollegen angezeigt, erklärte McConnell. Dabei sei der Wunsch nach einer solchen Funktion bei den Cisco-Nutzern weit verbreitet. Dies sei jedoch erst realisierbar, wenn die Präsenzanzeige in beide Richtungen arbeite. Täglich habe er mindestens einen Kunden am Telefon, der sich nach dem Stand der Integration mit Microsoft erkundige, fuhr der Manager fort. Angesichts Ciscos Dominanz im Netzbereich und Microsofts führender Rolle als Softwarehersteller sei eine Interoperabilität der beiden Systeme unumgänglich, wobei Cisco fast keinen Aspekt auslasse. Microsoft habe dagegen bislang nur begrenzte Maßnahmen ergriffen, um die Präsenz- und Verfügbarkeitsinformationen mit anderen Systemen zu teilen, so McConnell. Der Softwareriese befürchte offenbar, anschließend die Kontrolle über alle eingesetzten Clients zu verlieren – zumal McConnell Microsofts Ausflüge in den Bereich Call-Management gegenüber dem Cisco-Angebot als relativ dürftig bezeichnete. Es werde noch einige Zeit vergehen, bis Microsoft das Thema Call Control in den Griff bekomme, spekulierte der Manager. (mb)