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30.06.1995

Einsparungen bis zu 45 Prozent R/3-Outsourcing soll Anwender von der DV-Technik entlasten

MUENCHEN (CW) - Die Heidelberger Eltro GmbH, Hersteller von optischen High-Tech-Geraeten, hat sich zur Einfuehrung von SAP R/3 entschlossen. Das Besondere daran: Die Komplettloesung mit Schwerpunkt bei der Projektsteuerung soll via Outsourcing von dem Systemhaus tds angepasst und vorerst auch betrieben werden.

Beim R/3-Outsourcing handelt es sich um ein noch relativ junges Geschaeft; die ersten produktiven Anwendungen laufen beim Heilbronner Systemhaus tds GmbH seit Mitte 1994. Der Serviceanbieter unterhaelt ein eigenes Netz, ueber das die Clients der Anwenderunternehmen auf die zentralen Server zugreifen.

Die Verantwortung fuer die Systembetreuung beschraenkt sich laut tds-Mitarbeiter Robert Thiele im einfachsten Fall auf die firmenspezifische Implementation der R/3-Software beim Anbieter. In den erweiterten Varianten wird das WAN-Management bis zum Router-Ausgang beim Kunden mit eingeschlossen. Zusaetzlich kann auch das LAN sowie das Komplettsystem inklusive Front-ends betreut werden.

Da R/3 derzeit noch nicht mandantenfaehig ist - im Host-Pendant R/2 lassen sich verschiedene Unternehmen innerhalb eines Systems ueber Tabellen abbilden -, laufen bei tds mehrere, jeweils einem Kunden zugeordnete R/3-Server. Eine Alternative bietet sich, indem man Teilsysteme in Form parallel laufender Anwendungen auf einer Mehrprozessormaschine faehrt.

Letzteres wird laut Thiele bevorzugt mit dem Personalinformationssystem von SAP praktiziert. Das R/3-Modul "Human Ressources" (HR) habe kaum Verbindung zu den Hauptkomponenten der betriebswirtschaftlichen Loesung und eigne sich deshalb als Testprojekt fuer weitere Implementierungen.

Den Vergleich mit einem Rechenzentrum lehnt Thiele ab. Waehrend sich der Anwender auf die betriebswirtschaftlichen Ablaeufe in R/3 konzentrieren koenne, uebernehme der Service-Anbieter den technischen Aspekt des Customizing.

Nach Abschluss eines Einfuehrungsprojekts hat der Kunde die Wahl, ob er das System uebernehmen oder beim Dienstleister lassen will. Eltro wird diese Entscheidung voraussichtlich im Oktober treffen.

Die Einsparungen der Outsourcing-Loesung gegenueber einem Eigenbetrieb beziffert Thiele auf 20 bis 45 Prozent. Sie ergeben sich einerseits aus dem zentralen R/3-Know-how und -Management, aber auch daraus, dass die im sogenannten Wertekontrakt eingekauften Lizenzpakete beliebig gestueckelt werden koennen, so dass kleinere Unternehmen ebenfalls von den Grosskundenrabatten profitieren koennen.