Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Application-Service-Provider: Altbekanntes im neuen Gewand?


25.06.1999 - 

Einsparungen von 50 Prozent sollen möglich sein

MÜNCHEN (CW) - Dem klassischen Outsourcing soll künftig durch Application-Service-Provider (ASPs) Konkurrenz erwachsen. Sie wollen Geschäftsanwendungen etwa von SAP und Siebel, aber auch Mail- und Office-Pakete über das Internet oder Frame-Relay-Verbindungen zur Verfügung stellen.

Es klingt nach altem Wein in neuen Schläuchen: Die Idee der ASPs ähnelt nämlich stark dem Outsourcing. Doch besteht Traver Gruen-Kennedy, Chairman des ASP Industry Consortiums (www. aspindustry.org) und Manager bei Citrix, auf einen Unterschied: "Während beim traditionellen Outsourcing in der Regel das Management einer IT-Infrastruktur oder Teile davon in die Hände eines Dienstleisters gegeben werden und dem Kunden dafür regelmäßig Rechnungen über einen vorher vereinbarten Betrag ins Haus flattern, werden ASP-Kunden verbrauchsabhängig zur Kasse gebeten." Konkret: Anwender zahlen nur für die Applikationen, die sie benötigen.

Dabei richten sich die Gebühren nach der Benutzungsdauer, der Anwendung und dem Datenverkehr. Technische Voraussetzung für ASPs ist die Architektur mit schlanken Clients, wie sie etwa Citrix anbietet. Anwender können ihre benötigen Daten und Programme, die von einem ASP vorgehalten werden, aus einem Browser heraus bearbeiten. Der Vorteil ist, daß auf die Updates der anwendungsspezifischen Front-ends wie etwa das "SAP GUI" verzichtet werden kann.

Neu ist auch, daß vor allem Unternehmen im ASP-Geschäft mitmischen möchten, die Outsourcing bis dato nicht im Angebot hatten. Neben Telekommunikationsunternehmen sowie Soft- und Hardware-Anbietern sind es vor allem Softwarehäuser, die für den branchenspezifischen Zuschnitt von Standardlösungen sorgen sollen. Generell seien, so Gruen-Kennedy, drei Produktkategorien ASP-geeignet: E-Mail und Office-Produkte, Geschäftsanwendungen wie Supply-Chain-Management, ERP- und Customer-Relationship-Management-Software und drittens vertikale Produkte wie Finanzservices.

Im Vergleich zu den Kosten einer eigenen Infrastruktur lassen sich die Kosten durch ASPs um 50 bis 65 Prozent reduzieren. Analysten von IDC erwarten, daß der ASP-Markt auf zwei Milliarden Dollar im Jahr 2003 wächst.