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01.02.1980 - 

Bessere Informationen für Siemens-Erstanwender:

Einstieg mit sechs Kommandos

Ein wesentliches Kriterium für Erstanwender bei der Auswahl ihres EDV-Systems sind die sich aus dem Anlagenbetrieb ergebenden Bedienungsanforderungen. Aus naheliegenden Gründen nutzen, also "betreiben", die meisten Erstanwender ihre Systeme vom Arbeitsplatz aus.

Zu diesen Erstanwendern kann heute die wachsende Zahl von Fachabteilugen gerechnet werden, die in seit langem mit EDV arbeitenden Betrieben oder Behörden erstmals mit einem eigenen Rechner ausgerüstet werden, um damit ihre speziellen Aufgaben in direktem Dialog am Arbeitsplatz zu lösen. Ob dies entsprechend dem Ziel der Investition optimal geschieht, hängt wegen der in den meisten Fällen zunächst fehlende EDV-Fachkenntnisse der Anwender sehr davon ab, wie einfach oder schwierig die Systembedienung für den Benutzer und wie er in die Lage versetzt wird, das System nach möglichst kurzer Zeit ohne unzumutbaren Lernaufwand sicher zu bedienen.

Für Siemensanlagen wurde in dieser Richtung eine Reihe von Hilfen und Erleichterungen geschaffen, die vor allem auch für die Erstanwender der "Compactcomputer" (Siemens-Lingo) des Systems 7.500 interessant sind.

Zur schnellen und leicht verständlichen Einweisung der neuen Benutzerkreise in der Bedienung der Compactcomputer gibt es zunächst einmal die sogenannte Teachware - eine Kombination von Lehrmitteln und Übungssoftware. In dieser Kombination wird das theoretische Basiswissen durch Lehrhefte mit Lernprogrammen vermittelt, die auf die verschiedenen Arten von Benutzergruppen und ihre Aufgaben individuell zugeschnitten sind. Das durch die Lehrhefte vermittelte theoretische Wissen wird mit Unterstützung der Übungssoftware, die einen realen Systemhintergrund simuliert, in die Praxis umgesetzt. Durch den Übungsbetrieb auf dem Rechner, dessen Bedienung gelernt werden soll, braucht dessen normaler Arbeitseinsatz nicht unterbrochen zu werden.

Benutzerführung bestimmbar

Weitere Schritte sind die Vereinfachung der Bedienung selbst und die Erleichterung des Zugangs zu den wichtigsten Diensten des Betriebssystems. Die Kleinrechner beispielsweise können bereits mit einigen wenigen Kommandos betrieben werden - genau gesagt: Sechs Kommandos genügen für die Basisanwendung. Mit sechs weiteren Kommandos kommen Benutzer aus, die direkt mit Dateien hantieren. Mit wenigen weiteren Kommandos ist die Programmentwicklung, -steuerung und Dateibearbeitung zu realisieren, und schließlich gibt es noch eine kleine Zahl zusätzlicher Kommandos zur Standardbedienung und zur Bedienung in Sonderfällen.

Für die Bedienung der Systeme 7.500 und 7.700 in BS2000 wurde die "einfache Anweisungssprache" EFAS entwickelt. Wird EFAS im Dialog aufgerufen, dann führt das Programm den Benutzer bei den Formulierungen seiner Anweisungen an das System via Bildschirm in einem mehrstufigen, leichtverständlichen Dialog in deutscher Sprache. Der Umfang der erläuternden Texte läßt sich durch Steueranweisungen bestimmen. "Fortgeschrittene" Anwender können den mehrstufigen Dialog von jeder Stufe aus durch Angabe einer vollständigen Anweisung verkürzen.

Neben dieser Benutzerführung bietet EFAS Funktionen, die nicht im Leistungsumfang des Betriebssystems enthalten sind, etwa das Erstellen von Sicherungskopien in Verbindung mit der entsprechenden Buchführung - soweit es sich um Grundfunktionen handelt. Die über die "Einfache Anweisungssprache" in sogenannter Menü-Technik aufrufbaren Dienste umfassen die Funktionsgruppen Dateibearbeitung, Informationsverarbeitung, Programmverarbeitung und Aufgaben der Systembedienung.

Mit Pascal programmieren

Entsprechend der Zielgruppe, für die EFAS entwickelt wurde, ist eine umfangreiche Fehlerbehandlung vorgesehen, vor allem im Hinblick auf eine Überprüfung der Benutzereingaben sowie der Nachbehandlung der Fehlermeldungen des BS2000-Dateiverwaltungssystems und Ablaufteils. Die Verwendung von EFAS setzt das Vorhandensein des Dateiaufbereiters EDT voraus.

Obwohl das Programmieren im allgemeinen nicht zu den Problemen gehört, die Erstanwender sofort mit dem Einsatz ihres Systems lösen müssen, können dennoch viele Anwender auf eigene Programmierung oder Programmpflege auf die Dauer nicht verzichten. Also ist es wichtig für sie, bereits bei der Anschaffung ihres Systems zu wissen, welche Programmiersysteme ihnen der Hersteller ihrer Anlage zur Verfügung stellen kann. Den Siemens-Anwendern steht unter anderem Pascal zur Verfügung, das sich als blockorientierte höhere Programmiersprache besonders für den Einstieg in das Programmieren eignet und deshalb als Ausbildungssprache weltweit bevorzugt wird.