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VDE sieht Industriestandort in Gefahr


29.03.1996 - 

Elektroingenieure: Die Zahl der Studienanfaenger zurueckgegangen

Die VDE-Studie, die im Fuenfjahresturnus erstellt wird, verzeichnet fuer 1995 gegenueber 1990 einen Rueckgang der Studienanfaengerzahl an Universitaeten um 60 Prozent von 9000 auf etwa 3600. An den Fachhochschulen sank die Zahl der Erstsemester von 12000 auf zirka 6900 und damit um rund 43 Prozent. Haelt dieser ruecklaeufige Trend an, ist laut VDE mit Blick auf die derzeitige Studienerfolgsquote von 50 Prozent sowie der wachsenden Nachfrage nach Elektroingenieuren zu Beginn des neuen Jahrtausends mit Engpaessen zu rechnen. Aus Hochrechnungen gehe hervor, dass dann nicht einmal der durch Pensionierung entstehende Ersatzbedarf gedeckt werden koenne.

Selbst bei zurueckhaltender Einschaetzung werde der jaehrliche Neubedarf an Elektroingenieuren in den kommenden Jahren durchschnittlich ueber 2,5 Prozent, also bei mehr als 5000 von derzeit rund 200000 berufstaetigen Elektroingenieuren liegen. Die wachsende Nachfrage entstehe durch Pensionierung sowie neue Taetigkeitsfelder in der Informations- und Kommunikationstechnik. Bereits jetzt sei ein Grossteil der Elektroingenieure mit der Erstellung von System- und Anwendersoftware beschaeftigt.

Die Studie raeumt indes ein, dass auch in den naechsten zwei Jahren zunaechst eher mit einem Ueberangebot an Elektroingenieuren, die ihre erste Stelle antreten moechten, zu rechnen ist. Ursache hierfuer seien unter anderem die hohen Anfaengerzahlen im Studium der Elektrotechnik bis etwa 1990 und die starke "Fluchtrate" von Absolventen in ein Aufbaustudium waehrend der beiden letzten Jahre. Der VDE raet der Industrie, den Hochschulen sowie dem Staat, Absolventen, die nicht sofort einen Job finden, Moeglichkeiten zur Erhaltung und Verbesserung ihrer Qualifikation zu bieten. Die Studie ist gegen eine Schutzgebuehr von 20 Mark erhaeltlich.

Informationen: VDE-Oeffentlichkeitsarbeit, Stresemannallee 15, 60596 Frankfurt am Main, Telefax 069/631-29 25.