Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.04.1985 - 

Dynamisches Wachstum wird erwartet:

Elektrotechnische Industrie im Aufwind

FRANKFURT/WIESBADEN (pi) - Die Aussichten für das laufende Jahr in der Elektrotechnischen Industrie sind günstig: Dies ließen vor kurzem die Commerzbank in Verbindung mit dem Statistischen Bundesamt und dem Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie (ZVEI) in einer Studie verlauten. Die für 1985 angenommenen Zahlen resultieren aus den Erfahrungswerten des vergangenen Jahres; bereits 1984 konnte die Produktion um real 8,7 Prozent gesteigert werden.

Selbst bei einer allgemeinen Normalisierung in diesem Jahr -

insbesondere bei der Inlands-investitionstätigkeit - erwartet die gesamte Branche einen weiteren Produktionszuwachs von sechs bis sieben Prozent. Sollte diese Prognose zutreffen, wäre die Elektro-Industrie der Bundesrepublik im zweiten aufeinanderfolgenden Jahr die Spitzenreiterin unter den verschiedenen Schlüsselindustrien.

Im einzelnen lag die Nachfrage nach Elektroerzeugnissen im Jahresdurchschnitt 1984 nominal um 13,2 Prozent höher als im Jahr zuvor. Da sich die Presse stabil verhielten, verblieb ein Auftragsplus von 12 Prozent. Im Vergleich zur Nachfrage des Auslands nach Produkten "Made in Germany" (etwa 17 Prozent) nahmen die Bestellungen aus den Inlandsreihen mit einer Rate von 10,4 Prozent zu.

Das gesamte Produktionsvolumen der Elektro-Industrie, das 1983 erstmals die 100-Milliarden-Mark-Grenze überschritten hatte, ist im Berichtsjahr auf 110,6 Milliarden Mark angestiegen. Noch stärker als in den Jahren vorher wurde das allgemeine Wachstum dabei von den Investitionsgütersparten getragen, vorrangig von der Informations- und Kommunikationstechnik. Die Erwartungen zielen hier auf eine kräftige, zweistellige Produktionsausweitung.

Aus der zunehmenden Kooperation von Herstellern der Nachrichtentechnik sowie der Meß- und Regeltechnik mit DV-Unternehmen

entstehen somit laufend neue Geräte und Systeme sowie gleichzeitig neue Anwendungsgebiete in den verschiedenen Abnehmerbranchen. Laut dieser Studie sollen "innovative Momente dem spartenübergreifenden Bereich daher auch für die nächsten Jahre zu einem dynamischen Wachstum" verhelfen. Die DV-Sparte konnte auch im vergangenen Jahr ihre hohe Wachstumsrate von knapp 30 Prozent halten.

Die Beschäftigtenzahl in der Studie wird mit einem Plus an 32000 Mitarbeitern für die gesamte E-Branche 1984 ausgewiesen. Dabei konzentrierten sich die Neueinstellungen auf die Sparten Informations- und Kommunikationstechnik: Hier konnten für etwa 25000 neue Mitarbeiter entsprechende Positionen geschaffen werden. Noch höher werden die Beschäftigungsimpulse eingestuft. Vor allem im Bereich der personalintensiven Anwendersoftware sind einige neue Arbeitsplätze entstanden.

Abschließend ziehen Commerzbank, Statistisches Bundesamt und der ZVEI ein positives Fazit für das laufende Jahr: Insgesamt wird mit erhöhten Auftragsbeständen gerechnet. Ferner werde sich das Exportgeschäft weiter zuversichtlich entwickeln. Eine stabilere Investitionsneigung im Inland dürfte zudem zu einer weiteren Stärkung der Gesamtbranche führen. Allerdings werde sich die Ertragsentwicklung weniger schwungvoll vollziehen, da durch

Lohnerhöhungen und Arbeitszeitverkürzungen Mehrbelastungen auf die Betriebe zukommen, die eine weitere Rendite-Erholung verlangsamen könnten.