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30.07.1976 - 

Dezentrale Kalkulation

Elf Minis in einem Bauunternehmen

30.07.1976

DÜSSELDORF - Gleich elf Digital-Equipment-Systeme mit einer PDP 11 als Zentraleinheit hat die Beton- und Monierbau AG (Düsseldorf) Anfang des Jahres in ihren verschiedenen Niederlassungen und Zweigwerken installiert. "Sie sind fünf- bis zehnmal schneller als die Mael-Rechner mit Kassette, die wir früher eingesetzt haben", berichtet Dr. Tomaschewski, der von der Zentrale aus die dezentrale DV in dem Bau- und Textilunternehmen steuert.

"15 Jahre lang ging der Trend zum Großrechner und zur Zentralisation. Obwohl wir aus Erfahrung wissen, daß man nicht alles zentralisieren kann, haben wir wegen Wirtschaftlichkeitsüberlegungen lange gegen unser besseres organisatorisches Wissen verstoßen und alles zentralisiert", erklärt Tomaschewski. "Aber vor vier Jahren begann die Hardwareentwicklung den Unternehmen entgegenzukommen."

Schneller und selbständiger

Bei Beton- und Monierbau wurden zunächst "gute Erfahrungen" mit dem dezentralen Einsatz von Mael-Rechnern gemacht bevor sich das Unternehmen entschloß, rund 2,2 Millionen Mark für den Kauf der DEC-Systeme zu investieren. Wichtigste Anwendungen sind zunächst Angebotskalkulation und Kostenkontrolle - später soll die Arbeitsvorbereitung einbezogen werden. Tomaschewski: "Die einzelnen Niederlassungen arbeiten mit den dezentralen Systemen selbständiger und schneller. Außerdem haben sie eine bessere Übersicht." Mit dem Siemens-4004-Computer in der Zentrale werden vor allem die Jobs erledigt, die nicht allzu eilig sind.

Spezialisierung nötig

Auf den DEC-Systemen werden vorerst die Programme gefahren, die bisher auf der Mael liefen. Die Umstellung war im Preis inbegriffen: Das Systemhaus Technodata in Warmbronn bei Stuttgart, das die DEC-Systeme lieferte, hatte vorher schon die Mael-Rechner installiert. H. Eichborn von Technodata: "Wir haben mit der Produktion von Software für die Mael-Systeme angefangen, die in der Bundesrepublik sehr stark in der Bauwirtschaft eingesetzt waren. 1974 sind wir umgestiegen und haben den Vertrieb von DEC-Systemen übernommen. "Das Systemhaus, das ganz auf den Bausektor spezialisiert ist, bietet die Hardware zusammen mit Softwarepaketen für Angebots- und Fertigteilkalkulation, Baukostenkontrolle, Fakturierung, Leistungsverzeichnisse und Arbeitsvorbereitung in Fertigteilwerken an. Eichborn: "Spezialisierung ist notwendig- denn unsere Kapazität ist begrenzt. Außerdem häuft sich dadurch viel Fachwissen an."

Dialog wunderbar

Für die PDP 11 entschied sich Technodata, weil "wir damit wunderbar den Dialog fahren können. An ein System können bis zu vier Bildschirme geschlossen werden - das ist für die Kalkulatoren wichtig, wenn sie den Angebot ausarbeiten sollen. Es gibt nur noch ein bis zwei andere Geräte am Markt, die ein gleich gutes Preisleistungs-Verhältnis haben".