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25.01.2002 - 

ASP-Nachfrage enttäuscht Softwarehersteller

Ellison verspricht neues Preismodell

AMSTERDAM (IDG) - Mit einem neuen Preismodell und verstärkten ASP-Initiativen will der Softwarehersteller Oracle seine Applikationssoftware "E-Business Suite" attraktiver machen. Bis jetzt verwenden aber nur wenige Anwender die Online-Services.

Weltweit nutzen rund 150 Kunden den ASP-Service "Oracle.com". Das sei nicht die vor einem Jahr erhoffte hohe Zahl, gestand Sergio Giacoletto, als Vice President bei Oracle zuständig für Europa, den Nahen Osten und Afrika (Emea), während Oracles europäischer Anwenderkonferenz Appsworld in Amsterdam. In der Emea-Region gibt es nur zehn ASP-Kunden. "Die Aufnahme von Oracle.com ist enttäuschend", beurteilt Giacoletto die Entwicklung vor dem Hintergrund der weltweit rund 12000 Anwendungssoftwarekunden.

Trotz der ernüchternden Entwicklung bleibt das Unternehmen optimistisch. In fünf Jahren soll rund die Hälfte der Kunden ASP nutzen. "Es gibt einen Trend zu standardisierter Software", beobachtet Giacoletto. Daher treibt Oracle seine Online-Angebote voran. Im Lauf des Jahres soll die "Small Business Suite" in lokalisierten Versionen in Europa zur Verfügung gestellt werden. Das Paket zielt auf kleine mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern.

Auch die Unternehmenssoftware E-Business-Suite will Oracle attraktiver machen. Hierzu hat Unternehmenschef Larry Ellison ein neues Preismodell angekündigt. Statt jede Funktion einzeln zu berechnen, unterscheidet der Anbieter künftig nur noch zwischen Power-User und Casual-User (Gelegenheitsnutzer). Was die beiden unterscheidet, ist noch unklar. Details zu dem neuen Modell will das Unternehmen erst noch bekanntgeben.

Fest stehen dagegen die Preise. Für einen Power-User stellt der Anbieter 4000 Dollar in Rechnung, für einen Casual-User 400 Dollar. Nach Ansicht von Joshua Greenbaum, Analyst bei Enterprise Applications Consulting in Daly City, liegt Oracle damit in dem Preisbereich, den auch SAP verlangt. Der Hauptkonkurrent SAP hat ein benutzerbezogenes Preismodell bereits mit seiner betriebswirtschaftlichen Komplettlösung Mysap.com vor zwei Jahren eingeführt.

Wie sich die neuen Gebühren auf die Kosten für das Produkt auswirken, konnte Oracle ebenfalls noch nicht sagen. SAP-Anwender haben aber immer kritisiert, dass das neue Preismodell sie teurer komme als das alte. (mo)