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14.03.1997 - 

Politik nicht an Datumswechsel interessiert

Embedded-Systeme werden zur Jahrtausend-Bombe

Anlaß für die Initativen einzelner Abgeordnete sind alarmierende Zahlen. Laut Robin Guernier, dem Regierungsbeauftragten für das Jahr-2000-Problem, haben bislang weniger als zehn Prozent der britischen Firmen ernsthafte Schritte unternommen.

Gegenüber der "Financial Times" klagte Guernier zudem, daß es ihm auch im dritten Anlauf nicht gelungen sei, bei der zuständigen EU-Kommission eine europaweite Aktion zu starten, um die Aufmerksamkeit auf das Problem zu lenken. Dabei gehen US-Fachzeitschriften wie "Datamation" bereits davon aus, daß Unternehmen, die den Umstieg noch nicht in Angriff genommen haben, dies auch nicht mehr rechtzeitig schaffen werden.

Hinzu kommt, daß sich ständig neue Problemfelder herauskristallisieren. So setzt sich nur langsam die Erkenntnis durch, daß nicht nur alte Cobol-Programme mit zweistelligen Datumsangaben rechnen, sondern auch in Hardware gegossene Logik, sogenannte Embedded-Systeme. Solche Chips übernehmen Steuerungsfunktionen in Klima- und Ampelanlagen, Elektrizitätswerken, Bohrinseln, Flugzeugen und Autos etc. Das muß nicht bedeuten, daß all diese Dinge zur Jahrtausendwende den Dienst versagen. Es heißt aber, daß sie überprüft werden müssen. Angesichts der Menge der zu inspizierenden Anlagen und der möglichen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Konsequenzen sprechen Fachleute, so die "Financial Times", inzwischen von der Jahrtausend-Bombe.