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24.06.2005

Embedded Systems: München gilt als Hochburg für Entwickler

Etwa 1700 Experten für Embedded Systems zählt das Projektportal Gulp. In der Nische bewegen sich erfahrene Entwickler, die meist auf eine Branche spezialisiert sind.

Sie arbeiten für die Automobilhersteller und deren Zuliefererindustrie, für die Elektronikbranche oder Luft- und Raumfahrtunternehmen: Soft- und Hardewareentwickler für Embedded Systems sind in unterschiedlichsten Branchen gefragt, zumal diese Computersysteme auch überall eingebettet sind - in der quarzgesteuerten Armbanduhr genauso wie in Airbags, Fensterhebern oder in der Turbinensteuerung. Für selbständige IT-Profis ist die Welt der Embedded Systems eine zukunftsträchtige Nische, wie das IT-Projektportal Gulp in seiner jüngsten Untersuchung feststellte.

Von den 56000 Freiberuflern, die sich in die Gulp-Datenbank eingetragen haben, sind 1729 auf die Entwicklung von Embedded Systems spezialisiert. Die meisten unter ihnen haben sich darüber hinaus auf bestimmte Branchen fokussiert, die jeweils bestimmte Anforderungen stel-len. Grenzgänger, die in mehreren Branchen zu Hause sind, gibt es in diesem Umfeld kaum: Ein Entwickler, der Embedded Systems für die Unterhaltungselektronik entwirft, ist für ein Automotive-Projekt kaum geeignet, so die Erfahrungen von Stefan Symanek von Gulp.

Diese Embedded-Systems-Experten erhielten in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres insgesamt 790 Projektanfragen, was dem Marktdurchschnitt entspricht. Laut Symanek kommt derzeit etwa eine Projektanfrage auf zwei Freiberufler. Seit einem Jahr registriert das Portal monatlich etwa 5000 Anfragen und damit dreimal so viele als noch im Jahr 2002.

Wichtige Auftraggeber in Süddeutschland

Mehr als jeden zweiten Auftrag finden die IT-Profis im Embedded-Systems-Umfeld in Süddeutschland. Während in der Freiberuflergemeinde sonst Frankfurt am Main mit seinen Großbanken als Hochburg gilt, ist es für die Einbettungsspezialisten München. 33 Prozent aller angebotenen Projekte stammen aus dem Großraum der bayerischen Landeshauptstadt, wo wichtige Auftraggeber aus der Luft- und Raumfahrt, Elektronikbranche und Automobilindustrie sitzen. Aber auch Stuttgart und Baden-Württemberg (13,9 Prozent) sind ein gutes Pflaster für diese Branche. Für diejenigen Entwickler, die sich auf Systeme im Automotive-Bereich spezialisiert haben, spielen auch Niederbayern und die Oberpfalz eine wichtige Rolle, wo sie zehn Prozent ihrer Projekte finden. Mittlerweile kommt jedes zweite Projektangebot in dem Bereich aus der Automobil- und ihrer Zuliefererindustrie.

Berufserfahrung scheint im Embedded-Systems-Umfeld noch wichtiger zu sein als bei den übrigen Freiberuflern, wie die Gulp-Statistik zeigt: Jeder fünfte Freiberufler ist 50 Jahre und älter, rund 45 Prozent der Entwickler sind zwischen 40 und 50 Jahre. "Wenn die Entwickler auch noch Wissen in anderen Bereichen wie Maschinenbau, Medizintechnik oder Logistik angesammelt haben, sind sie sehr begehrt", sagt Symanek. Die Berufserfahrung muss sich aber nicht in überhöhten Stundensätzen niederschlagen: Im Embedded-Systems-Umfeld verlangen laut Gulp nur acht Prozent der Entwickler 80 Euro und mehr in der Stunde. Der Großteil (46 Prozent) begnügt sich mit den derzeit üblichen Honorarwünschen von 60 bis 70 Euro. Gulp hat in der Stundensatzanalyse von Februar 2005 ermittelt, dass die Freiberufler im Schnitt 64 Euro pro Stunde fordern - ein Wert, der seit dem Krisenjahr 2001 kontinuier-lich zurückgeht, obwohl die Zahl der Projekte seit eineinhalb Jahren wieder steigt. (am)