Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Einheitliche Software für Highend- und Midrange-Systeme


23.08.2002 - 

EMC stellt neue Clariion-Plattform vor

MÜNCHEN (kk) - EMC hat die zweite Generation der Mittelklassespeicher "Clariion" vorbereitet und da-raus das Highend-Produkt "CX600" vorgestellt. Verbesserungen gab es auch bei der Applikations- und Verwaltungssoftware.

Mit der Neuauflage der Clariion-Serie will EMC insbesondere HP/Compaq und Dell Marktanteile abjagen. Das jetzt vorgestellte Topmodell CX600 positioniert Joel Schwartz, Senior Vice President und Verantwortlicher für EMCs Midrange-Speicher, gegen Compaqs "Enterprise Virtual Array" (EVA). Beide Systeme lassen sich mit bis zu 240 Festplatten à 72 GB bestücken und fassen dann 17 TB. Die Unterschiede beschreibt Schwartz so: "Die neue Clariion liefert mehr Leistung, ist skalierbarer und außerdem um 15 bis 20 Prozent günstiger als EVA." Vorteile sieht Schwartz auch hinsichtlich der Vielfalt an nutzbaren Speicherprogrammen: "Die Mitbewerber haben Softwareprobleme." Der Midgrange-Speicher unterstützt zehn Betriebssysteme, darunter auch das ehemalige DEC-Unix "Tru 64".

Kein Board-Upgrade möglich

Mit dem CX600-Array bringt EMC jetzt das leistungsstärkste Mitglied der neuen Clariion-Familie auf den Markt, dem in den kommenden acht bis zwölf Monaten weitere Modelle folgen sollen. Im Gegensatz zu früher, als EMC einmal pro Jahr Clariions mit neuen Speicherprozessoren vorstellte, die per Board-Upgrade bestehende Systeme aufwerteten, ist dies mit der neuen Serie nicht möglich. "Die 2-Gbit-Technik war der Anlass dafür, dass wir die Kompatibilität zu bestehenden Clariion-Speichern aufgaben", begründet Schwartz den Schritt. Die Software aus der alten Welt könne aber weiter benutzt werden. Dazu zählt die im April vorgestellte aktuelle Version der Management-Software "Navisphere", die quer über alle Clariion-Generationen bis zu 100 der Arrays - auch über das Internet - verwalten kann. Neu hinzugekommen ist "Mirror View over IP", mit dem sich die synchrone Datenreplikation von geografisch entfernt stehenden Clariion-Speichern über das Internet bewerkstelligen lässt. Diese Lösung basiert auf den Speicher-Routern "Ultranet Edge" von CNT, die die Fibre-Channel-Daten in IP-Pakete konvertiert. "Das Konzept bezieht Hardware, Software und Services ein, da jedes Unternehmen Besonderheiten in seinem IP-Netz hat, die eine Anpassung erfordern", beschreibt Schwartz die Vorgehensweise. Der Service dafür werde von EMC, CNT und Partnern übernommen.

Die zweite Neuerung im Bereich Software ist für Unternehmen interessant, die neben dem Mittelklassespeicher auch die Highend-Arrays "Symmetrix" von EMC einsetzen: Das Programm "Power Path", das für Failover und Lastverteilung bislang nur für die Symmetrix verfügbar war, läuft nun auch auf den Clariions. "Unsere Kunden wünschten sich eine einheitliche Plattform für diese Aufgaben inklusive einheitlicher Hostbus-Adapter und Treiber", begründet der EMC-Manager den "nicht trivialen" Programmieraufwand. Hier habe EMC die Nase vorn, denn kein Mitbewerber könne die gleiche Software für Mittelklasse- und Highend-Speicher nutzen. Der Preis des Programms richtet sich nach Angaben von Schwartz ausschließlich nach der zu verwaltenden Kapazität und nicht nach der Art des Systems.

Virtualisierung nicht ausgereift

In puncto Virtualisierungssoftware steckt EMC noch in der Entwicklungsphase. Die derzeit am Markt verfügbaren Inbox-Lösungen sind nach Einschätzung des Managers noch mit zu vielen Schwachstellen behaftet, als dass die Kunden besondere Vorteile daraus ziehen könnten: "Probleme gibt es bei der Verfügbarkeit, der Durchsatz nimmt mit zunehmender Dauer ab, die Festplattenkapazitäten werden verschwendet", beschreibt Schwartz die Schwierigkeiten. Innerhalb der kommenden zwölf Monate will EMC aber mit einem Virtualisierungsprodukt für die Clariions auf den Markt kommen.

Die Leistung auf einen Blick

Die Speicherkapazität der neuen Clariion CX600 reicht von 180 GB bis 15,5 TB. Auf jedem der beiden Prozessor-Boards arbeiten zwei mit zwei Gigahertz getaktete Intel-Prozessoren. Damit erreicht das System die dreifache Verarbeitungsgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorgängermodell "FC4700", dessen Prozessoren mit 733 Megahertz getaktet sind. Die Bandbreite steigt um das Dreieinhalbfache von 360 MB/s auf jetzt 1300 MB/s. Darüber hinaus hat EMC den Cache-Speicher gegenüber dem Vorgänger vervierfacht und im System durchgängig den Fibre Channel mit 2 Gbit/s implementiert. Bis zu 128 Server können an den Speicher angeschlossen werden - eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorläufermodell. Die neue Clariion soll ab zirka 115000 Dollar zu haben sein. Ein voll ausgebautes System dürfte mit rund 800000 Dollar zu Buche schlagen. Neben EMC mit seinen Resellern wollen Dell und Fujitsu-Siemens den Speicher als OEM-Produkt vertreiben.