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20.02.2004 - 

Demnächst alle Geräte kompatibel zum Standard SMI-S

EMC überarbeitet das komplette Hardwareangebot

MÜNCHEN (CW) - EMC, nach eigenen Angaben mittlerweile das siebtgrößte Softwarehaus der Welt, hat sein Hardwareportfolio runderneuert und dabei die Leistung einiger Geräte verdoppelt.

Speicherspezialist EMC sorgte im vergangenen Jahr durch die Übernahme der Softwareanbieter Legato, Documentum und VMware für Aufsehen. Jetzt versucht der Hersteller aus Hopkinton, mit der breiten Erneuerung des Angebots die Mitbewerber IBM, Hitachi und HP unter Druck zu setzen. Am oberen Leistungsende stellte EMC "Symmetrix DMX-2" vor. Der Highend-Speicher enthält neue Controller auf Basis des Power PC mit einer Taktrate von 1 Gigahertz (bislang 500 Megahertz) und mit 256 GB Cache doppelt so viel wie der Vorgänger. Außerdem ist er für den Einbau von schnellen 73-GB-Festplatten geeignet, die 15000-mal in der Minute drehen. Die Subsysteme, die auch als Upgrade zu bestehenden DMX-Modellen angeboten werden, unterstützen Raid 5 native und erlauben remote die asynchrone Replikation von Mainframe-Daten über mehrere Systeme hinweg.

Im mittleren Leistungsbereich ersetzen die neuen Clariion-Speicher "CX300", "CX500" und "CX700" die Vorgänger "CX200", "CX400" und "CX600" und bringen dabei Performance-Steigerungen von 25 bis 100 Prozent zustande. Die CX-Systeme lassen sich mittels des neuen NAS-Gateways "Celera NS700G" (löst Modell "NS600G" ab) auch als Ablagestation von File-Daten nutzen. Als Stand-alone-Gerät ersetzt "NS700" den Filer "NS600" und bringt ein Drittel mehr Leistung mit. Das Archivsystem "Centera" für unveränderliche Inhalte (fixed content) erhielt eine neue Ethernet-Schnittstelle, die die Daten jetzt mit 1 Gbit pro Sekunde statt wie bisher mit nur 1 Mbit transferiert. Außerdem kann jetzt dank einer Schnittstelle zu IBMs Betriebssystem "z/OS" das File-System der Centera in Anwendungen integriert werden, die auf Mainframes ablaufen.

Die propagierten Leistungszuwächse bei den Symmetrix-, Clariion-, Celera- und Centera-Speichern beruhen allerdings allein auf Herstllerangaben, denn EMC weigert sich als einziger großer Speicherlieferant, die Geräte dem unabhängigen "SPC-1"-Test des Storage Performance Council zu unterziehen. Die Messung der blanken Geschwindigkeit nütze den Anwendern wenig, argumentiert EMC und erhält Zuspruch von Peter Gerr, Analyst der Enterprise Storage Group: "Anwender legen keinen Wert auf reine Geschwindigkeitsmessungen wie den SPC-1-Benchmark. EMC kommt es darauf an, zu zeigen, wie seine Produkte in die Anwendungsumgebung passen."

EMC verkündete dafür, dass sich alle seit 1997 ausgelieferten Symmetrix-Speicher und alle seit 2000 verkauften Clariion-Subsysteme demnächst mit Management-Software nach dem SMI-S-Standard verwalten lassen. SMI-S wurde von der Storage Networking Industry Association (Snia) verabschiedet und soll die Verwaltung vernetzter heterogener Speicherumgebungen vereinfachen. Derzeit befinden sich die Symmetrix- und Clariion-Systeme in der letzten Phase des Conformance-Testprogramms der Snia. EMC bietet zur Verwaltung der Geräte das Programm "SMI-S Provider" an, das derzeit Teile der hauseigenen Hardware bedient. Darüber hinaus verstehen die EMC-Speicher aber auch Verwaltungsprogramme, die noch nicht kompatibel zu SMI-S sind - derzeit die große Mehrheit. Der Nachteil bestand bislang darin, dass beim Aufbau von Speichernetzen darauf geachtet werden musste, dass nicht mehrere Verwaltungswerkzeuge gleichzeitig auf ein Gerät zugreifen, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. SMI-S soll diese Interferenzen durch Locks beheben. EMC hat nach eigenen Angaben diesen Trick auch für Tools eingeführt, die nicht kompatibel zu SMI-S sind.

Verbesserung der Werkzeuge

Bei den Software-Tools hat EMC den Wirkungsbereich von "SAN-Copy" auf Speichersysteme von IBM, HP, Sun und Hitachi erweitert. Das Programm erlaubt zudem auch inkrementelle Datenkopien. Das Replikationswerkzeug "Snapview" klinkt sich über die Microsoft-Schnittstelle "VSS" (Volume Shadow Services) direkt in "Exchange" und "SQL Server" ein und soll so Backup und Recovery dieser Applikationen vereinfachen. Als Alternative zu IBMs Parallel-Sysplex-Lösung "Gdps" positioniert EMC "Autoswap", das Speicherlasten von Mainframes unterbrechungsfrei auf mehrere Subsysteme verteilen kann. (kk)