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18.08.2000 - 

Hohes Wachstum prognostiziert

EMC und Compaq lassen im NAS-Markt die Muskeln spielen

MÜNCHEN (CW) - Das Gerangel um die beste Position im Speichergeschäft hat sich nun offenbar auf die Geräte vom Typ Network Attached Storage (NAS) verlagert.

Der alte Streit darum, welche Technik nun die beste sei - NAS oder SAN -, scheint ausgestanden: Beide Techniken haben ihre Berechtigung. Einfacher zu implementieren sind jedoch eindeutig die NAS-Geräte, die nur in das Unternehmens-LAN eingeklinkt werden müssen. Speicherkönig EMC will nun verstärkt auch das mittlere und untere Marktsegment abdecken. Zugang zu diesen Märkten erhielt das Unternehmen aus Hopkinton im vergangenen Jahr durch die Übernahme von Data General und dessen "Clariion"-Raid-Speichern.

Jetzt soll die Präsenz verstärkt werden. EMC hat zusätzlich Verkaufspersonal engagiert, das sowohl NAS- als auch mittelgroße SAN-Lösungen an die Kunden bringen will. Bis Ende September will EMC die vorhandenen 5000 Vertriebsmitarbeiter fast verdoppeln. Insbesondere der Verkauf der Clariion-Speicher soll gefördert werden, um damit den Platzhirschen Sun und Compaq das Leben schwer zu machen. Die Strategie dabei ist, den Kauf von Speichern zu einer eigenständigen Verhandlungssache zu machen und sie nicht als Anhängsel der Server zu sehen. Derzeit beläuft sich der Umsatz mit den Clariion-Subsystemen auf rund 600 Millionen Dollar pro Jahr. Der Speichermarkt insgesamt ist aber laut IDG-Analysen zwischen zwölf und 15 Milliarden Dollar groß.

Das Geschäft mit NAS-Geräten nimmt sich mit einem Volumen von einer Milliarde Dollar im vergangenen Jahr dagegen bescheiden aus. Aber hier liegt ein enormes Wachstumspotenzial: Im Jahr 2003 soll der Umsatz mit NAS-Speichern um das Siebenfache gestiegen sein. Laut IDG heißt bis jetzt der Marktführer Network Appliance Inc. ("Netapp"-File-Server) mit einem Anteil von 40 Prozent, gefolgt von EMC und dessen "Celerra" mit 30 Prozent.

Compaq hat kürzlich mit der "Tasksmart-N-Serie" ebenfalls einen NAS-Server vorgestellt, der bei einer Speicherkapazität von 72 GB für rund 76000 Mark zu haben ist. Mit "4100 SAN" wurde eine SAN-Einstiegslösung präsentiert, die ausschließlich Intel-Server bedient. Das Paket bündelt das Raid-Subsystem 4100 (218 GB Kapazität) mit entsprechender Software und Kommunikationseinrichtungen. Wer über Risc-basierte Rechner verfügt, muss auf die "Open-SAN"-Lösungen der Texaner zurückgreifen.