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21.09.2001 - 

Interne Verbindungstechnik als Unterscheidungsmerkmal

EMC und Hitachi überarbeiten Speicher

MÜNCHEN (CW) - Fast zeitgleich haben zwei der drei größten Anbieter von Highend-Speichersystemen, EMC und Hitachi, Verbesserungen beziehungsweise den Ausbau bestehender Produktlinien angekündigt.

Der Marktführer EMC hat drei neue Modelle der "Symmetrix"-Serie vorgestellt, die EMC-Chef Joe Tucci als weitere Mitglieder im Verbund der "Hyper-consolidated Enterprise Information Storage" begrüßte. Alle drei Speicher-Arrays sind mit 181-GB-Festplatten bestückt. Die hochkapazitativen Disk Drives stammen von Seagate und wurden in Kooperation mit EMC entwickelt. Die hohe Speicherkapazität der Laufwerke führt automatisch zu mehr Speicherplatz in den Symmetrix-Arrays beziehungsweise zu weniger Platzbedarf: Das neue Symmetrix-Array "8230" fasst 3,5 TB, Modell "8530" bringt es auf 17,4 TB und das neue Highend-Gerät "8830" beherbergt knapp 70 TB.

Der Nachteil der großen Festplatten zeigt sich beim Speichern von Daten aus der Online-Transaktionsverarbeitung, wo es zu Leistungsengpässen kommen kann. Deshalb setzen viele Unternehmen - trotz der höheren Kosten - lieber viele kleinere Disks mit Kapazitäten von 9 oder 18 GB ein statt der generell verfügbaren Laufwerke mit 36 oder 72 GB.

EMC versucht diese Nachteile durch ausgefeiltere Caching-Techniken wie "Cache-Storm" auszugleichen. Darunter versteht Chuck Hollis, EMCs Vice President of Markets and Products, "intelligente Cache-Prozessoren, die gleichzeitig bis zu vier Kanäle aufbauen und so mehr Daten an mehr Server liefern können". In einem vollausgebauten Symmetrix-System können vier der Cache-Storm-Prozessoren enthalten sein und dann 16 gleichzeitig nutzbare Pfade eröffnen. Eingebaut ist zudem eine Optimierungslogik, die den Bedarf nach Cache-Speicher dynamisch auf die Ressourcen verteilt.

Auch bei den Fibre-Channel-Verbindungen hat EMC im Vergleich zu den Vorgängermodellen zugelegt: So verfügt beispielsweise das neue 8230-Subsystem über 24 interne FC-Kanäle, bis zu 288 externe FC-Verbindungen und über 512 Escon- oder logische Ficon-Pfade. Das bestehende vergleichbare Modell "8430" unterstützt bei einer Gesamtkapazität von 4,8 TB nur 32 Escon-Kanäle, hat aber den doppelten Platzbedarf.

EMC verlangt als Einstiegspreis für die kleine neue Symmetrix rund 100000 Dollar und bewegt sich damit in einem Bereich, wo sich auch Konkurrenten wie Compaq, Dell, Hewlett-Packard oder die hauseigenen "Clariion"-Systeme ansiedeln. Diese kamen durch den Kauf von Data General Ende 1999 zum EMC-Portfolio und galten als Grund für die Übernahme.

Im mittleren Leistungsbereich löst das Modell 8530 den Vorgänger "8730" ab. Dank der in allen neuen Speicher-Arrays verwendeten Power-PC-Prozessoren mit 333 Megahertz statt der früher eingesetzten Variante mit 266 Megahertz, steigert sich die Verarbeitungsleistung um bis zu 45 Prozent. Beim Highend-Modell 8830 soll sich nach Angaben von "Computergram" die Rechenleistung im Vergleich zum Vorgänger "8730" sogar mehr als verdoppeln: EMC spendierte dem Newcomer 80 statt wie bisher 48 Prozessoren, die dann auch noch höher getaktet sind. Die Speicherkapazität von jetzt knapp 70 TB übertrifft die alte Höchstmarke von knapp 20 TB um ein Vielfaches - und das bei gleichem Platzbedarf.

Ein neues Release des "Enginuity"-Betriebssystems erlaubt die Unterstützung von mehr Servern als früher, da die Anzahl der Pfade sowie der logischen Volumen und Partitionen erhöht wurde. Zusätzliche Features wie eine bessere Abschottung der einzelnen Tasks untereinander sollen es ermöglichen, mehr Aufgaben etwa Kapazitätsumschichtung, File-Mirroring oder Archivierung gleichzeitig zu erledigen.

EMC-Konkurrent Hitachi hat das Highend-System "Lightning 9900" nach den Leistungszuwächsen, die das System im Februar dieses Jahres erfuhr, nochmals verbessert. Damals wurde die Performance des ursprünglich Mitte 2000 vorgestellten Modells um bis zu 20 Prozent gesteigert, wenn viele Server gleichzeitig Daten an das Speicher-Array übertrugen. Jetzt hat Hitachi die 2-Gigabit-Technik bei den Fibre-Channel-Adaptern eingeführt. Im Vergleich zu den bisher verwendeten Switches, die mit 1 Gigabit in der Sekunde übertrugen, soll die Verdopplung der Übertragungsbreite die Leistung des Gesamtsystems um etwa 40 Prozent steigern.

Hitachi glaubt sich wegen seiner internen Switch-Architektur "Hi-Star" gegenüber der Konkurrenz sowieso im Vorteil, da kein internes Bus-System existiert, das zum Flaschenhals werden kann. Die Lightning 9900 sorgte im Sommer 2000 mit seinem Datendurchsatz von 6,4 Gbit/s für Furore. Mit den doppelt so schnellen FC-Adaptern soll zukünftig schnelles Remote Copy mittels der hauseigenen Technik "True Copy" möglich sein. Allerdings kommen zunächst nur Anwender von offenen Systemen in den Genuss der genannten Performance-Steigerung.