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29.03.2006

EMC verschafft sich Zugang zu IBMs I-Series

Der Speicherspezialist kauft sich frei vom Zwang des Reverse-Engineerings.

EMC und IBM haben einen Handel abgeschlossen, wonach der Speicherhersteller Zugang zu den technischen Informationen von IBMs "System-I"-Rechnern (vormals "I-Series", davor "AS/400") erhält. Damit ist es für EMC leichter, die hauseigenen Speicher mit den Mittelklassemaschinen von Big Blue zu verbinden. Bereits im Vorjahr wurde eine bestehende Vereinbarung verlängert, die das System-I betraf. Die damalige Regelung hatte aber keine Offenlegung der technischen Spezifikationen zum Inhalt, so dass EMC weiterhin die Schnittstellen zum IBM-Rechner selbst entwickeln musste.

Mit der jetzigen Vereinbarung erhält die Company aus Hopkinton, Massachusetts, Zugang zu "den Schnittstellen für eine Interoperabilität sowie technischen Support für IBMs Plattform System-I". Damit entfällt für EMC der Zwang zum Reverse-Engineering, was sich IBM bezahlen lässt - wie teuer, ist nicht bekannt.

Für EMC kam das IBM-Angebot offenbar überraschend, denn nie zuvor habe Big Blue eine ähnliche Offerte gemacht. Ian Jarman, Product Manager für den Mittelklasserechner bei IBM, begründet die plötzliche Offenheit mit technischen Argumenten. Die meisten System-I-Anwender würden zwar weiterhin interne Speicherkapazitäten nutzen, aber IBM habe den Rechner in den vergangenen Jahren SAN-tauglich gemacht. Hauptsächlich Firmen mit heterogener IT-Umgebung wollen die IBM-Server an ein Speichernetz anbinden und dort befinden sich oft Disk Arrays von EMC, erklärte Jarman.

Für den Speicherspezialisten scheint sich der Deal mit IBM zu rechnen, denn er erspart sich das Austüfteln der IBM-Technik bei jeder Änderung des Betriebssystems. EMC bestätigte, dass man sich jetzt einiges an Ingenieursleistung spare.

Dabei ist diese Art der Kooperation zwischen beiden Unternehmen nicht neu: Seit 2003 besteht ein ähnliches Lizenzabkommen für z/OS. (kk)