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17.11.2008

EMC verspricht Web 2.0 ohne Risiken

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Anwender sollen Dokumente und eigene Inhalte in einer Umgebung gemeinsam nutzen können.

Neue Ansätze und mehr Offenheit in seiner Produktstrategie für Enterprise-Content-Management (ECM) hat EMC auf der Kundenveranstaltung "Momentum" in Prag versprochen. Vor rund 1500 Teilnehmern warb der Hersteller, der mit der ECM-Plattform "Documentum" sowie Produktlinien wie "Captiva" zu den Marktführern zählt, für den vom Web 2.0 inspirierten Collaboration-Client "EMC Documentum Centerstage" und den angehenden ECM-Standard "Content Management Interoperability Services" (CMIS). Beide Techniken sollen EMCs Position als Infrastrukturanbieter stärken und die Entwicklung prozessbasierender ECM-Anwendungen fördern.

Kontrollierte Communities

Während CMIS Web-Services-Spezifikationen für eine flexiblere Integration von Repositories in die ECM-Plattform verheißt, soll Centerstage vor allem für Frontends sorgen. Die Software löst die bisherige Collaboration-Software "eRoom" ab und sei laut Hersteller ein Beispiel dafür, wie man die Entwicklungsprinzipien des Web 2.0 und die Nutzung von Social Software auf den Unternehmenseinsatz übertragen kann. Die grafische Portalumgebung dient zum individuellen Aufbau von Communities auf Basis der ebenfalls neuen ECM-Produktplattfom "Documentum 6.5" und kombiniert klassisches Dokumenten-Management (inklusive Integration von Daten aus SAP-Software oder Microsoft Sharepoint) mit Web-2.0-Techniken wie Blog, Wiki und Social Networks. Ebenso finden sich Funktionen wie das "Taggen" von Informationen, die gefilterte Suche nach Inhalten und Personen, eine Inhaltevorschau sowie optional ein mobiler Zugriff über den Blackberry oder das iPhone.

Mit dem neuen Produkt, das für Anfang 2009 angekündigt ist, sei man der erste ECM-Hersteller, der die Arbeitsweise und leichte Bedienbarkeit von Social Software biete, verkündete Whitney Tidmarsh, Vice President Worldwide Marketing Content Management and Archiving bei EMC.

Kunden testen die Oberfläche

Anders als Social Software, die "offen" und nicht sicher genug sei, könne man die von Anwendern gewünschten Anforderungen in puncto Sicherheit, Compliance, Urheberrechte und Privacy über eine Plattform abdecken: "Centerstage ist Web 2.0 ohne Risiken." Tatsächlich sucht EMC bei der Ausgestaltung und dem Test des Beta-Clients die Nähe zum Kunden. Rund 170 Unternehmen erproben derzeit die Software - so viele wie noch nie zuvor in der Firmengeschichte. Zugleich ordnet und bündelt der Hersteller seine übrige Client-Strategie mit Documentum 6.5. Geboten werden laut Senior Vice President Balaji Yelamanchili Frontends für Endanwender/Knowledge Worker (Centerstage), für Prozess-Spezialisten, Web-Publisher (Mediacenter Workspace), Entwickler und Compliance-Verantwortliche.

Produktstrategie

  • Documentum 6.5 bringt Hunderte Neuerungen in praktisch allen Komponenten der ECM-Produktsuite.

  • Schwerpunkte sind neue, auf bestimmte Arbeitsweisen ausgelegte Clients, erhebliche Performance-Steigerungen der Server-Umgebung (unter anderem ein neuer "High Volume Server" für die Archivierung großer Datenmengen) sowie eine tiefere Integration in das übrige EMC-Portfolio, Microsoft Sharepoint und SAP (über SOA und Web-Services).

  • Obwohl sich EMC als Infrastrukturanbieter sieht, sind für die kommenden Monaten mehr Standardanwendungen und Lösungen geplant.