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10.11.2000 - 

Erneute Annäherung: Tool unterstützt HP-Software

EMC will mit Fastrax neue Speicherplattform etablieren

MÜNCHEN (CW) - Nachdem Hewlett-Packard (HP) und EMC seit Mitte letzten Jahres im Speichergeschäft getrennte Wege gingen, scheinen sich beide Unternehmen jetzt wieder anzunähern. EMC hat mit "Fastrax" ein Speicher-Tool angekündigt, das mit den Speicherapplikationen unter HPs System-Management-Umgebung "OpenView" zusammenarbeiten soll.

Laut EMC sollen Anwender mit Hilfe von Fastrax die Übertragung von Backup- und Recovery-Daten zwischen den "Symmetrix"-Storage-Systemen des in Hopkinton ansässigen Speicherexperten und Standard-Bandbibliotheken beschleunigen können. EMC versteht sein neues Produkt als Plattform, auf der eigene Software, Speicheranwendungen von Drittanbietern, Application Programming Interfaces (APIs) sowie Hardware verschiedener Anbieter in einer einheitlichen Speicherverwaltung verbunden sind.

Kunden können laut EMC zwischen einem plattenbasierten System, einer Lösung für Bandgeräte und einer Kombination beider Möglichkeiten wählen. Fastrax, das an die Symmetrix-Geräte des US-amerikanischen Herstellers gekoppelt ist, soll mit den Backup- und Recovery-Applikationen zusammenarbeiten und den anfallenden Datenverkehr von der produktiven Anwendungsumgebung trennen. Damit werden laut Hersteller Netz und Server entlastet. Mit Fastrax könnten Daten während der Sicherung weiter von den Anwendern genutzt werden.

Zu Beginn des Backup-Vorgangs wählt die Speicherapplikation die Daten aus, die gesichert werden sollen. Fastrax übernimmt die weitere Steuerung und legt fest, welche Informationen auf den Bandgeräten gesichert und welche Bestände in der aktiven Datenbank vorgehalten werden müssen.

Der Vorteil für den Anwender liegt darin, dass aufwändige Backup-Server, die für das Management der Bandbibliotheken sorgen, zukünftig nicht mehr notwendig sind. Doch damit Fastrax effektiv funktionieren kann, muss die EMC-Lösung mit der Hardware und Software anderer Anbieter zusammenarbeiten.

Die erste verfügbare Variante von Fastrax basiert auf der Backup- und Recovery-Lösung "Omniback II" von Hewlett-Packard. Der Speicheranbieter hofft, über sein E-Infostructure Developers Program weitere Unternehmen für seine Fastrax-Plattform zu gewinnen. Diese müssen sich allerdings in das EMC-Programm einkaufen, um die entsprechenden APIs und technischen Support zu erhalten.

Die verantwortlichen Manager bei EMC sind jedoch guter Hoffnung, was die Fastrax-Pläne betrifft. So soll die nächste verfügbare Variante auf die Backup-Applikation "EMC Data Manager" (EDM) zugeschnitten sein. Auch inkrementelles Backup, bei dem nicht der gesamte Datenbestand, sondern nur geänderte Informationen gesichert werden, soll in Kürze möglich sein. Gerüchten zufolge sollen auch Veritas und Legato daran interessiert sein, ihre Backup-Software an die Fastrax-Plattform anzupassen.