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15.01.1993 - 

Sipra von SNI bekommt Konkurrenz

Emulation bahnt /36-Usern einen Weg in die Unix-Welt

Bei "RS/36" handelt es sich um eine Emulationssoftware, bei der die Anwender ihre /36-Anwendungen unveraendert auf RISC-Systemen von IBM und Hewlett-Packard verwenden koennen. Im Maerz soll noch eine RS/36-Version fuer die Sparc-Rechner von Sun Microsystems dazu kommen.

Universal Software streicht heraus, dass das Emulationskonzept kaum Migrationsaufwand velangt und den Anwendern die Umstellung bei der Bedienung ihrer vertrauten Anwendung erspart.

Siemens-Nixdorf dagegen legt Wert darauf, dass es sich bei Sipra nicht um eine /36-Emulation handelt, sondern um einen echten Umstieg auf Unix, bei dem aber dennoch das "Look and Feel" der /36-Anwendungen erhalten bleibt. Ausserdem kann SNI darauf verweisen, dass die Sipra zugrundeliegende Unibol-Technik weltweit bereits rund 30 000mal auf verschiedenen Hardwareplattformen eingesetzt wird. Hierzulande vermarktet allerdings lediglich Siemens-Nixdorf diese Software in Form ihres Sipra-Produktes aktiv, das ausschliesslich unter dem hauseigenen Unix-Derivat Sinix laeuft.

Das Konkurrenzprodukt Open RS/36, das hierzulande von der Return Online GmbH, Reutlingen, vermarktet wird, unterstuetzt nicht nur mehr Plattformen, sondern bietet auch eine Entwicklungsumgebung sowie Transpiler von RPG und Cobol zu C an, mit denen eine Umwandlung der /36-Anwendung in Unix-Code moeglich sein soll.

Zugriff auf relationale Datenbanksysteme moeglich

Zugriff auf relationale Datenbanksysteme ermoeglichen beide Produkte, wobei sich Sipra auf Informix beschraenkt. Bei Open RS/36 wird ueber Makros auf die handelsueblichen SQL-Systeme zugeriffen. Auch soll sich in beiden Faellen die vorhandene /36-Peripherie weiterverwenden lassen.

Michael Heuer, bei SNI zustaendig fuer die Sipra-Entwicklung, warnt allerdings vor ueberzogenen Erwartungen: "Es waere vermessen zu behaupten, der Wechsel von einem IBM-System /36 in die offene Welt der Unix-Systeme waere mit einem Knopfdruck getan."

Dennoch lohne sich der Aufwand, koenne sich der Anwender damit doch durch die Migration aus der Abhaengigkeit eines DV-Herstellers loesen und gleichzeitig seine Investitionen in /36-Anwendungen schuetzen.