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Olivetti gibt Alpha-Planung bekannt

Encore sitzt jetzt auch in dem RISC-Boot von Digital Equipment

20.11.1992

MÜNCHEN (CW) - Der Alpha-Geleitzug der Digital Equipment Corp. (DEC) nimmt offensichtlich Fahrt aufs Nachdem anläßlich der Alpha-Workstation-Vorstellung klarwurde, daß die neue RISC-Plattform für Software. Entwickler von großem Interesse ist, ziehen auch

Hardwarehersteller nach.

Olivetti offenbarte eine Produktstrategie für die nächsten Jahre, Echtzeitspezialist Encore hingegen ist als Alpha-Lizenznehmer neu im DEC-Boot.

Die Produktplanung der De-Benedetti-Company sieht laut "vwd" vor, Alpha-Systeme unter eigenem Namen in Europa zu vermerkten. Fernziel ist, mit diesen RISC-Workstations in Zukunft 35 Prozent des gesamten Unternehmensumsatzes einzufahren.

Ab Mai 1993, so die Informationen, bringt Olivetti erste Alpha-Rechner auf den Markt und hofft, von da ab in den folgenden zwölf Monaten mit den DEC-RISC-Systemen zwischen 160 und 250 Millionen Dollar umzusetzen. Interessant ist, daß die Italiener im Gegensatz zu DEC für die Alpha-Rechner das USL-Unix System V.4 implementieren. Digital favorisiert demgegenüber die OSF/1-Variante von der OSF.

Bis Anfang 1994 will Olivetti nach den Informationen von "vwd" dann eigene Systeme produzieren, die mit der Alpha-CPU rechnen. Bis 1995 schließlich plant Olivetti, das Alpha-Projekt zum Rückgrat des

Produktangebots auszubauen.

Betroffen von Olivettis Festlegung auf die Alpha-Architektur ist die Silicon-Graphics-Tochter Mips Technologies Inc. Deren RISC-Architektur kam bislang in Olivetti-Workstations zum Einsatz.

Zwar werde die Mips-Linie bei Olivetti nicht aufgegeben, hieß es, es würden jedoch keine weiteren Verträge mehr über zukünftige Mips-Chip-Generationen abgeschlossen.

Zu den bisherigen Alpha-Lizenznehmern Cray Research, Kubota, Raytheon und Olivetti gesellt sich seit neuestem auch die Encore Computer Corp. Die Echtzeitspezialisten haben Pläne offenbart, wonach sie gemeinsam mit DEC auf Alpha-Technologie basierende High-end-Systeme für den kommerziellen Markt produzieren wollen (vgl. CW Nr. 42 vom 16. Oktober 1992, Seite 5: "Echtzeit-Spezialist Encore zielt...").

Teil der Übereinkunft ist auch, in zukünftigen Systemen der Infinity-90-Familie den Alpha-Prozessor zu verwenden. Das Nachsehen hat durch diesen RISC-Prozessor-Wechsel Motorola. Deren CPUs der 88XX0-Linie stellen bislang das Herz der Multiprozessor-Maschinen von Encore dar.

Charles Namias, bei Encore für strategische Allianzen zuständig, gab ferner bekannt, Encore werde Unix System V.4 in der ES-Multiprozessor-Erweiterung auf den Alpha-Baustein portieren.