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11.09.1981 - 

Wiesbadener Versicherung setzt auf Selbsterklärung:

Endbenutzer-Schulung am Bildschirm

WIESBADEN (pi) - Ein neues Konzept der EDV-Gesamtplanung probiert zur Zeit die R+V-Versicherung, Wiesbaden. Grundlagen sind dialogorientierte Anwendersysteme auf Basis integrierter IBM-Datenbanken (IMS) sowie verteilte Verarbeitung auf Basis IBM 8100 bei dezentraler Sachbearbeitung.

Um erfolgreich zu sein, beschritt R+V neue Wege:

þAnwendungssimulation des Bildschirrn-Dialogteils als Abstimmprozedur mit den Benutzern;

þEndbenutzerschulung am Bildschirm mit simulierten Praxisfällen, ohne daß Programme und Datenbanken bereits zur Verfügung standen.

Um dies technisch zu ermöglichen, entschied sich die Versicherung für den Einsatz der Software "Dialog", die auf dem IIS von IBM aufbaut. Das IIS ist eine Programmiersprache, um Bilder und Bildfolgen auf dem Sichtgerät anzeigen zu lassen, ohne daß Programme und Datenbank vorhanden sein müssen. Dialog, ein Produkt der Computerausbildung GmbH, fungiert als eine Art Precompiler und ist IIS vorgeschaltet.

Bei der R+V ist die Phase von der Anwendungssimulation bis zur Designabstimmung abgeschlossen. Die zweite Phase (Benutzerschulung am Bildschirm) läuft.

Anwendungssimulation durch Fallbeispiele

Die Projektgruppen entwarfen Bildschirmmasken und Bildketten in konventioneller Form. Die Benutzer entwickelten Fallbeispiele und übergaben diese zusammen mit den Bildkettendefinitionen einem IIS-Spezialisten. Nach Fertigstellung waren Fallbeispiele und Bilder von jedem Datensichtgerät in der Zentrale und den Filialdirektionen jederzeit abrufbar.

Jeder Sachbearbeiter, der in die Aufrufprozedur eingewiesen war, konnte nun am Bildschirm das Fallbeispiel durchspielen und seine Änderungs- und Verbesserungsvorschläge der Projektgruppe mitteilen. Bei positivem Entscheid führte der IIS-Spezialist die Änderung durch, so daß die verbesserte Version allen zur Verfügung stand. Dadurch ergaben sich am Ende der Design-Phase vollständig abgestimmte Konzepte in allen Projekten.

Erklärungs- und Hinweistexte

Ziel eines Endbenutzerschulungssystems muß es sein, den Benutzer durch das Bearbeiten möglichst vieler verschiedener Praxisfälle Funktionen und Reaktionen des neuen Systems nahe zu bringen. Er soll es möglichst praxisgerecht kennenlernen, und das zu einem Zeitpunkt, zu dem die echten Programme meist noch nicht fertig sind. Dabei zeigt eine "Help"-Funktion beispielsweise bei Fehlern oder auf Wunsch (PF-Taste) alle notwendigen Erklärungs- oder Hinweistexte an, die zur Bearbeitung des Falles und zur Bedienung des Bildschirms benötigt werden.

Der Benutzer bekommt eine selbsterklärende Schulung, die keinen eingearbeiteten Ausbilder mehr voraussetzt. Diese benutzerbezogene Schulung kann noch durch einen IIS-Standard-Kurs vervollständigt werden, der dem Sachbearbeiter die Grundlagen der Datenverarbeitung vermittelt.