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12.07.1996 - 

Notebook-Einsatz hilft Unternehmen beim Geldsparen

Ende des Jahres purzeln die Preise bei Mobilsystemen

Toshiba, Compaq und IBM, die Schwergewichte der Mobilcomputer-Szene, äußerten übereinstimmend, sie hätten ihren Produktionsabteilungen "Volle Fahrt voraus" signalisiert und entsprechend die Fabrikationskapazitäten deutlich ausgebaut. Offensichtlich hat sich die weltweite Versorgungslage bei Komponenten wie hochwertigen Displays oder Lithium-Ionen-Batterien entspannt. Insbesondere Big Blue litt unter der Knappheit. Die IBM hatte das Interesse an ihren "Thinkpad"-Produkten deutlich unterschätzt.

Für Anwender sind das gute Nachrichten. Spätestens für das letzte Vierteljahr 1996 sagen Analysten einen erheblichen Preisverfall bei tragbaren PCs voraus. Dataquest-Mann Mike McGuire erwartet ein "blutiges zweites Halbjahr". Gestützt wird diese martialische Einschätzung durch Aussagen von Managern wie Toshibas Verantwortlichem für die US-Computersysteme-Division Jeffrey Friederichs: "Ich glaube, daß man für das vierte Quartal aggressive Preissenkungen erwarten darf. Ich jedenfalls richte mich darauf ein." Der Toshiba-Mann glaubt, daß sich 1996 entscheiden wird, welche Notebook-Firmen auf lange Sicht am Markt überleben werden.

Insbesondere zweit- und drittrangige Anbieter von Mobilcomputern dürften, so die Expertenmeinungen, schweren Zeiten entgegengehen. Doch auch die Marktführer werden nach Ansicht von IDC-Marktforscher Bruce Stephen nicht ungeschoren davonkommen: "Keiner wird sich zurücklehnen können."

Neben dem knallharten Konkurrenzkampf ringen die Notebook-Hersteller allerdings zunehmend auch mit der Technologie. Kleiner, schneller, leichter ist zwar ein Motiv, das sich gut in das olympische Jahr fügt. Für die Rechnerhersteller heißt dies aber, mit zusätzlichen Problemen beim Design von Notebooks fertig werden zu müssen. Mehrmals berichtete die CW bereits, daß die Vorgaben insbesondere von Prozessorlieferant Intel, der in immer kürzeren Abständen immer schnellere CPUs auf den Markt wirft, Notebook-Produzenten in Schwierigkeiten bringen. Die von Intel für den Herbst avisierte 150-Megahertz-Variante des Pentium-Chips beispielsweise emittiert sehr viel Wärme, die auf andere Komponenten wie PC-Karten ausstrahlt. Die hieraus resultierenden Probleme bleiben an den Designern von tragbaren Rechnern hängen.

In den USA hat jetzt allerdings das Marktforschungsunternehmen Giga Information Group aus Santa Clara, Kalifornien, vorgerechnet, daß es sich für Unternehmen trotz der vergleichsweise sehr hohen Anschaffungs- und Unterhaltskosten für Mobilsysteme lohnt, konsequent auf eine Notebook-Strategie zu setzen. In der Giga-Untersuchung kommt deren Autor Robert Enderle zu dem Ergebnis, daß sich durch den Einsatz von tragbaren Rechnern sehr viel Geld sparen läßt.

Enderle konzediert zwar, daß Unternehmen zwischen 6100 und 7800 Dollar mehr für Support-Dienstleistungen zahlen müssen, vergleicht man die Unterhaltskosten von Notebooks über einen Zeitraum von drei Jahren mit denen von "normalen" Tischrechnern. Andererseits würden Anwender, die Notebooks als primäres Rechnersystem nutzen, dieses auch für Arbeiten zu Hause verwenden und somit unbezahlte Überstunden leisten. Enderle will errechnet haben, daß auf diese Weise die für Support anfallenden höheren Kosten zweifach hereingeholt werden.