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03.07.2007

Enders (EADS) spielt Berichte über seine Ablösung herunter

BERLIN (Dow Jones)--Der Co-CEO der European Aeronautic Defence & Space Co (EADS), Tom Enders, hat am Dienstag Berichte über seine möglicherweise bevorstehende Ablösung heruntergespielt. "Die Aufgeregtheiten in den Medien über die Führungsstruktur der EADS und über die Veränderungen beeindrucken mich nicht", sagte Enders in Berlin am Rande eines sicherheitspolitischen Kongresses auf die Frage, ob er nach dem 16. Juli noch im Amt sein werde. Er sei auch nach diesem Tag "noch ganz gut ausgelastet", hob Enders bei der 4. Handelsblatt Konferenz "Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie" hervor.

BERLIN (Dow Jones)--Der Co-CEO der European Aeronautic Defence & Space Co (EADS), Tom Enders, hat am Dienstag Berichte über seine möglicherweise bevorstehende Ablösung heruntergespielt. "Die Aufgeregtheiten in den Medien über die Führungsstruktur der EADS und über die Veränderungen beeindrucken mich nicht", sagte Enders in Berlin am Rande eines sicherheitspolitischen Kongresses auf die Frage, ob er nach dem 16. Juli noch im Amt sein werde. Er sei auch nach diesem Tag "noch ganz gut ausgelastet", hob Enders bei der 4. Handelsblatt Konferenz "Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie" hervor.

Am 16. Juli wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy bei einem Treffen in Toulouse über das Thema EADS sprechen. Die französische Zeitung "Les Echos" hatte in ihrer Dienstagausgabe geschrieben, der gegenwärtige französische Co-CEO Louis Gallois solle laut einem deutsch-französischen Plan alleiniger CEO des Konzerns werden.

Enders kündigte bei der Veranstaltung aber an, er wolle weiter seine Arbeit machen. "Ich habe nicht vor, sozusagen am medialen Schaulaufen teilzunehmen", sagte der Manager. "Ich mache meinen Job." Er kümmere sich um die weitere Integration des Unternehmens, die kritischen Großprogramme, das Thema "Power8", die Airbus-Umstrukturierung sowie die Internationalisierung des Konzerns. "Das ist das, was die Angelsachsen eine 'tall agenda' nennen, und damit bin ich einstweilen auch über den 16. Juli hinaus noch ganz gut ausgelastet", hob Enders hervor.

Der Pressebericht erinnere ihn an eine Geschichte von George Bernard Shaw, der in der Zeitung einen Nachruf auf sich selber gelesen habe. "Worauf er sinngemäß geantwortet hat, die Nachricht über sein Ableben sei doch sehr verfrüht. Das ist eigentlich auch meine Antwort", betonte Enders.

In Berliner Regierungskreisen war der Bericht am Dienstag bereits zurückgewiesen worden. "Die Spekulationen über einen angeblichen Rückzug von Enders entbehren jeder Grundlage", hatte ein Regierungsvertreter gesagt. Die französische Zeitung hatte unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen geschrieben, Frankreich und Deutschland näherten sich wegen der Doppelspitze von EADS einer Einigung an. Als Chairman des Supervisory Boards solle der Deutsche Rüdiger Grube fungieren, der seinen Posten zurzeit mit dem Franzosen Arnaud Lagardere teilt, hatte es in dem Bericht auch geheißen.

Bundeskanzlerin Merkel und der neue französische Ministerpräsident Francois Fillon hatten sich bereits am vergangenen Donnerstag nach einem Treffen in Berlin für "effizientere Strukturen" bei EADS ausgesprochen und gleichzeitig Fragen der Kapitalstruktur eine geringere Bedeutung zugemessen. Eine direkte staatliche Beteiligung Deutschlands an EADS hatte Merkel ausgeschlossen. Fillon hatte gefordert, man müsse für EADS "die besten Manager auswählen, wenn sie Deutsche sind, sind sie Deutsche, und wenn sie Franzosen sind, dann sind sie eben Franzosen".

-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,

andreas.kissler@dowjones.com

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