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03.09.1993

Endgueltige Spezifikation Anfang 1994 Motorola sieht V.Fast-Standard bei Modems vor dem Durchbruc

MUENCHEN (CW) - In die seit einiger Zeit gespaltene Szene der Modemhersteller scheint neue Bewegung zu kommen. Der US-Konzern Motorola spricht jedenfalls von einem entscheidenden Durchbruch in Sachen Standardisierung eines kuenftigen V.Fast-Modems.

Die Modembauer finden sich seit geraumer Zeit in zwei Lagern wieder. Auf der einen Seite engagieren sich mehr als 60 Hersteller - darunter Motorola -, die vom derzeit gaengigen V.32bis-Standard direkt zur neuen CCITT-Norm V.Fast mit Geschwindigkeiten von 28,8 Kbit/s wechseln wollen. Im anderen Lager hatten sich anfaenglich 17 Firmen, darunter AT&T, National Semiconductor sowie Nokia, zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Grund: Diesen Unternehmen ist der Migrationsschritt von V.32bis zu V.Fast zu gross. Als Zwischenloesung favorisierte diese Herstellergruppe den sogenannten V.32terbo-Standard, der Uebertragungsraten von 16,8 Kbit/s sowie 19,2 Kbit/s ermoeglicht.

Anlaesslich eines V.Fast-Rapporteur-Group-Meetings, das unter der Schirmherrschaft von Motorola Codex Ende Juli in den USA stattfand, wurden nun, wie es in einer Mitteilung des US-Konzerns heisst, im wesentlichen alle grundlegenden Fragen des kommenden V.Fast-Standards entschieden. Somit sei man dem Ziel, dass auch das ITU-Telecommunications-Standards-Sector-Normierungsgremium (vormals CCITT) zusammen mit den wichtigsten Modemherstellern verfolge, naemlich noch vor Ende 1993 den technischen Background des V.Fast-Standards zu entwickeln, einen wesentlichen Schritt

naeher gekommen.

Der vom "V.32terbo-Lager" angedachte Alternativstandard biete, so Motorola, eine zu langsame Uebertragungsgeschwindigkeit, zudem spraechen die mehr als 20 000 nach dem V.Fast-Prinzip entwickelten Einheiten, die man bis dato bereits im Markt habe absetzen koennen, eine deutliche Sprache. Hinzu komme die Tatsache, dass mittlerweile fuehrende Modemhersteller definitiv zugesagt haetten, bis zum Jahresende die technische Spezifizierung des neuen Standards abzuschliessen und fuer zukuenftige Produkte bindend zu machen.

Der dann ebenfalls vorliegende Entwurf fuer den endgueltigen V.Fast-Standard soll nach den gegenwaertigen Plaenen im Fruehjahr 1994 beim zustaendigen ITU-T-Normierungsgremium eingereicht werden; fuer die Genehmigungsformalitaeten sind rund sechs Monate veranschlagt, wobei auf der ITU-T-Study-Group-14-Sitzung im Juni 1994 ueber den Antrag zur Normierung abgestimmt werden soll. Unabhaengig davon geht man bei Motorola davon aus, dass voraussichtlich schon vor der formalen Anerkennung die ersten standard-konformen V.Fast-Modems auf dem Markt verfuegbar sein werden.