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08.01.1988 - 

Tips aus der Praxis für Informatikstudenten:

Engagement für Karriere unerläßlich

MÜNCHEN (CW) - Überdurchschnittlich hoch sind sowohl Berufschancen als auch die Anforderungen an Jung- lnformatiker. Nicht nur im Studium erworbenes Wissen indes zählt, auch

Leistungsbereitschaft, Mobilität und Marktkenntnis sind verlangt - Eigenschaften, die der Nachwuchs häufig erst noch erwerben muß. Dies war ein Ergebnis einer Diskussion zwischen Unternehmensvertretern und Informatikstudenten In München.

Mehr denn je gefragt bei Jung- Informatikern ist - auch " geistige" - Mobilität sowie die Bereitschaft zu einem wenigstens vorübergehenden Auslandsaufenthalt. Dies war eine Aussage in der Diskussionsreihe "New Approach", die die Münchner Fachschaft Mathematik/ Physik/Informatik zusammen mit der Studentenvereinigung The Entrepreneurial Group (TEG) organisierte. Auch Leistungsbereitschaft gehört zu den Karrieremaximen. Als selbstverständlich erwarten deshalb die Unternehmensvertreter ein Arbeitspensum, das über die 40- Stunden- Woche hinausgeht.

Überdurchschnittliches Engagement ist bei Männern und Frauen gleichermaßen gefordert. Durch die hohe Nachfrage auf dem Personalmarkt lassen sich auch Karrierewünsche von Informatikerinnen verwirklichen. Die Unternehmen sind überwiegend der Aufnahme von Bewerberinnen nicht abgeneigt, einige beklagen sogar ihre geringe Anzahl- In manchen Betrieben wird auch Wert auf eine zunehmende Zahl weiblicher Führungskräfte gelegt.

Die in vielen Betrieben angebotene Teilzeitarbeit im Falle der Mutterschaft läßt wiederum das zur Karriere geforderte Engagement nicht zu. Besonders schwierig gestaltet sich die Wiedereingliederung in den Informatikerberuf nach jahrelanger Unterbrechung aus familiären Gründen: Wegen des schnellen Innovationsprozesses auf dem EDV-Sektor entstehen große Wissenslücken. An unternehmerischen Maßnahmen, dieses Defizit zu beheben, mangelt es überwiegend.

Mit der Marktkenntnis der künftigen Einsteiger ist es häufig schlecht bestellt. Die Wirtschaftsvertreter ermutigten deshalb zur Besichtigung von Unternehmen. Wegen der umfassenden Weiterbildungsmöglichkeiten rieten die Profis zu einem Berufsanfang im Großunternehmen.

Dem "Praxisschock" könnten die Hochschulabgänger entgegenwirken, indem sie breits während des Studiums als Werkstudent arbeiteten. Doch auch ohne praktische Erfahrung brauchen Informatikabsolventen den Berufsstart nicht zu fürchten: "Training on the Job" und Weiterbildungsmaßnahmen im Betrieb ermöglichen die geforderte Spezialisierung und vermitteln Programmiersprachen. Zudem gilt bei fast allen Unternehmen die Devise "Fehler machen darf jeder" - nur nicht zu oft dieselben.