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Enterprise Navigator bündelt diverse GUIs


02.04.1999 - 

Enterprise Navigator bündelt diverse GUIs Portolan will ERP-Welt erobern

MÜNCHEN (ue) - Viele Unternehmen kämpfen derzeit mit der Integration der konzernweit eingesetzten unterschiedlichen Standardsoftware. Die Portolan-Gruppe, ein internationaler Zusammenschluß mehrerer Unternehmen, will mit einem "Enterprise Navigator" Hilfestellung geben.

Die Bezeichnung der Allianz ist den Seefahrtskarten des 13. und 14. Jahrhunderts entnommen. Seinerzeit enstanden die ersten Portolan-Atlanten, auf deren Grundlage Spanier und Portugiesen die Welt umsegelten und ihre Weltreiche eroberten. Auf eine ähnlich erfolgreiche Mission mit ihrem Softwarekonzept hofft nun die Portolan Commerce Solutions. Als Senior Executive fungieren Riz Shakir, ehemaliger Entwicklungschef des ERP-Anbieters SSA, der frühere CEO von Intentia, William Lyons, sowie Joachim Nürk, Gründer der CS Controlling Software Systeme GmbH.

Das Rückgrat der als "Business Execution System" (BES) bezeichneten Unternehmenslösung sollen zunächst die Finanz- und Controlling-Module von CS bilden. Der chinesische Part, die Portolan Chelcon Technology Group, läßt ihr Know-how aus dem Bereich Groß- und Einzelhandel in das Projekt einfließen, während von Großbritannien die Personalwirtschaft und Logistik abgedeckt wird. Es gehe nicht darum, ein komplettes ERP-System zusammenzustellen, versichert Herbert Hoppe, Marketing Manager bei der Portolan GmbH in Ilsfeld bei Stuttgart. Bei BES handle es sich vielmehr um ein Spektrum von Best-of-Breed-Komponenten, mit denen Schwachstellen in betriebswirtschaftlicher Standardsoftware abgedeckt werden können.

Der eigentliche Clou kommt aus dem US-Zweig von Portolan. Dort arbeitet man derzeit an einem Java-basierten Enterprise Navigator, der Prozeßinformationen aus einer heterogenen Systemlandschaft in einem Browser darstellt. An einem ähnlichen Konzept basteln auch Peoplesoft und die Sybase-Tochter Sqribe. Das Prinzip dabei: Der Datenaustausch und die Reaktion auf die Informationen der ERP-Komponenten unterschiedlicher Hersteller erfolgt über die Präsentationsebene. Bei Portolan wird das GUI der jeweiligen ERP-Software in den Browser transformiert. Dort lassen sich die Daten bearbeiten und anschließend wieder an ein ERP-Front-end zurücksenden, von wo aus die Funktionen angestoßen werden. Dieser Ansatz sei flexibel und sicher, wenn es um das Controlling und die Modifikation von Geschäftsprozessen geht, heißt es bei Portolan.