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11.09.2006

Entlassungen bei Intel nur halb so schlimm?

Der Prozessor-Weltmarktführer Intel versucht, den Abbau von 10500 Arbeitsplätzen zu relativieren.

Befürchtet worden war, dass 20 Prozent der Intel-Belegschaft entlassen würden. Mit 10500 Mitarbeitern, die ihren Job verlieren, fällt die Umstrukturierung nicht ganz so krass aus. Zu denen, die das Unternehmen verlassen, werden zudem 5000 Mitarbeiter gezählt, die bei Marvell Technology Group Ltd. eine neue Anstellung finden. An den Chiphersteller hatte der Prozessorgigant im Juni 2006 sein komplettes Xscale-Geschäft verkauft.

5000 wechseln zu Marvell

Gegenüber computerwoche erklärte ein Intel-Sprecher, dass das Unternehmen sich bis Ende 2006 weltweit von insgesamt 7500 Mitarbeitern, 2007 dann von weiteren 3000 Angestellten trennen werde. Insgesamt verlassen damit 10500 Beschäftigte von konzernweit 102500 Intel-Mitarbeitern den Konzern.

Von den Stellen, die noch in diesem Jahr abgebaut werden, entfällt nach Angaben des Intel-Sprechers allerdings der Löwenanteil auf die Xscale-Division, die Intel an Marvell verkauft. Mit dieser Übernahme wechseln 5000 Intel-Beschäftigte das Unternehmen.

Intel hatte in dieser Geschäftsgruppe auf Basis des ARM-Prozessors die "Xscale"-CPUs entwickelt, die in Handhelds, PDAs und Smartphones zum Einsatz kommen sollten. Der Versuch Intels, damit weniger abhängig vom PC-Geschäft zu werden, schlug jedoch fehl.

Der Abbau der verbleibenden 2500 Jobs soll durch "natürliche Fluktuation" an den weltweit rund 533 Intel-Standorten in 58 Ländern erreicht werden. Für betroffene Mitarbeiter gebe es ein "Redeployment Program", sagte der Konzernsprecher weiter.

Jobsuche bei Intel

Von Arbeitsplatzverlust bedrohte Intel-Beschäftigte hätten die Wahl, sich entweder "zwei Monate lang intern bei Intel einen Job zu suchen oder sofort aus der Firma auszuscheiden".

In Deutschland arbeiten rund 650 Angestellte für Intel. Am Hauptsitz in Feldkirchen bei München sind 450 Mitarbeiter tätig, in Ulm, Köln und Braunschweig die restlichen Beschäftigten. Am letztgenannten Standort entwickelt Intel Prozessortechniken, in Ulm und Köln Software.

Keine Details zum Personalabbau

Insgesamt verspricht sich der Prozessorgigant von seinem Personalabbau, die Kosten bis zum Jahresende 2007 um zwei Milliarden Dollar zu reduzieren. 2008 sollen insgesamt sogar drei Milliarden Dollar gespart werden. "Diese Effizienzgewinne kommen sowohl aus der Reduzierung der Mitarbeiterzahl als auch aus optimierter Warenwirtschaft, Verbesserungen der IT-Prozesse und effizienterem Kapitaleinsatz", sagte der Intel-Sprecher. Dem stehen Zahlungen für Abfindungen in Höhe von rund 200 Millionen Dollar gegenüber.

Intel machte bislang keine genauen Angaben dazu, in welchen Regionen und an welchen Standorten der Personalabbau stattfinden wird. Betroffen sein werden unter anderem das Marketing, das Rechnungswe-sen und die allgemeine Verwaltung. (jm)