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13.02.2007

Entwickler bleiben gefragt

Im ersten Monat 2007 wurden rund ein Fünftel mehr IT-Jobs ausgeschrieben als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Die Zeichen im Arbeitsmarkt stehen weiter auf Wachstum. Nachdem bereits in den beiden vergangenen Jahren die Zahl der IT-Jobs jeweils um ein Viertel gestiegen ist, beträgt das Plus zu Beginn dieses Jahres etwa 20 Prozent. Und schon macht sich unter Arbeitgebern und beim IT-Verband Bitkom Katzenjammer breit.

Von 1996 auf 2379 kletterte die Zahl der IT-Stellenangebote, die im Januar 2007 in 40 Tageszeitungen und der computerwoche ausgeschrieben wurden. Der Personaldienstleister Adecco, der die Untersuchung vornimmt, geht davon aus, dass auch in diesem Jahr vor allem die IT-Unternehmen kräftig Mitarbeiter einstellen werden.

Flaute im Finanzsektor

Bester Beleg dafür sind die Januarzahlen: Die meisten IT-Offerten entfallen mit 632 Angeboten auf die Beratungs- und Softwarehäuser, die mit 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kräftig zulegten. Unter den Anwender-branchen, die nach IT-Personal suchen, ragt vor allem der Maschinenbau heraus: Hier stie-gen die Angebote um 62 Prozent auf 301 Stellen. Auch die Konstruktionsbüros suchen händeringend IT-Profis.

Im Finanzsektor herrscht indes weiter Flaute: Gerade mal 31 neue Stellen (Vorjahr 54) haben die Banker und Versicherer jeweils im Januar ausgeschrieben. Auch in der Elektronik (131 Offerten, Vorjahr: 145) und der Telekommunikation (32 Offerten, Vorjahr: 59) sieht es eher durchwachsen aus. Wenig zu holen ist für Bewerber auch in der Chemieindustrie. Gerade mal sechs Stellen hatten Bayer für neue IT-Mitarbeiter im Januar zu bieten.

Seit Monaten klar sind die Prioritäten der Arbeitgeber bezüglich der Jobpositionen. Sie suchen in erster Linie Entwickler. Gegenüber 444 Stellen im ersten Monat des Vorjahres inserierten die Betriebe jetzt 555 Jobs. Es folgen die System- und Datenbankspezialisten, auf die 291 Offerten entfallen (Vorjahr 228). Leicht rückläufig sind dagegen die Positionen im IT-Management, im Rechenzentrum sowie im Vertrieb. Das Interesse an Internet-Profis, die monatelang stark gesucht waren, blieb im Januar auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

Mainframe-Spezialisten wollen die Unternehmen offenkundig nicht mehr einstellen. Keine Stelle wurde für diese Berufsgruppe ausgeschrieben, und das obwohl immer mehr Konzerne - vor allem in der Assekuranzwelt - darüber klagen, dass sie kein Personal mehr haben, das ihnen die Altsysteme warten kann.

Begehrte Ingenieure

Auch was die Grundausbildung der IT-Spezialisten angeht, sind leichte Verschiebungen zu beobachten. Zunehmend erwarten die Arbeitgeber ein Ingenieurstudium - verständlich, wenn man sich das Stellenwachstum in der Maschinenbaubranche vor Augen hält. In fast einem Drittel der Stellenanzeigen wird mittlerweile ein Ingenieursdiplom vorausgesetzt, in etwa einem Fünftel eines der Informa-tik. Überraschend gering ist das Interesse an Wirtschaftsinformatikern. Gerade mal 2,5 Prozent der IT-Jobangebote entfallen auf diese Absolventen. Vor allem Unternehmensberatungen schwören auf diese Klientel. (hk)