Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.01.2001 - 

Anpassung von Server-Anwendungen mit VSA

Entwickler kritisieren die künftige .NET-Version von Visual Basic

Heftige Debatten haben sich um die Neuerungen von VB .NET als Bestandteil von Visual Studio .NET entzündet. Während Microsoft von revolutionären Verbesserungen spricht, wenden Kritiker ein, dass der Hersteller sich mit den Veränderungen an Syntax und Funktionen zu weit von den Basic-Traditionen entfernt habe. Für die geschätzten drei Millionen Visual-Basic-Entwickler bedeutet das einen großen Lernaufwand sowie Probleme beim Portieren von VB-6-Programmen.

Microsoft will jedoch an den Änderungen festhalten, weil diese nach Ansicht des Herstellers für die Entwicklung von zeitgemäßen Web-Anwendungen notwendig seien. So sind Entwickler durch VB .NET beispielweise in der Lage, mit Hilfe des in die Entwicklungsumgebung integrierten "Server Explorer" Server-seitige Komponenten in ihre Anwendungen einzubauen.

VB.NET bricht mit Visual-Basic-Traditionen

Um sicherzustellen, dass VB-6-Anwendungen mit VB-.NET-Anwendungen kommunizieren können, wird Microsoft Kompatibilitäts-Bibliotheken anbieten.

Auf der Vslive-Entwicklerkonferenz in San Franzisko hat der Softwareriese unterdessen Visual Studio for Applications (VSA) vorgestellt. In Anlehnung an "Visual Basic for Applications" (VBA), das zur Anpassung oder Automatisierung von Windows-Anwendungen dient, soll VSA Entwickler von .NET-Anwendungen unterstützen. Nach Angaben von Produkt-Manger Robert Green soll VSA die ereignisorientierte Programmierung von Server-Anwendungen ermöglichen. Ziel dabei sei es, die Auslieferung von reinem Quellcode zu vermeiden oder Eingriffe darin überflüssig zu machen.

Green teilte auch Seitenhiebe gegen Microsofts Lieblingsfeinde Oracle und Sun aus: "Oracle tut so, als ob man seine Anwendungen überhaupt nie anpassen müsste. Sun und IBM dagegen sind stark Java-orientiert, was viel Fummelei am Quellcode erfordert. Wir bewegen uns genau in der Mitte zwischen dem Verzicht auf Anpassung und dem Pfriemeln am Quellcode."

Microsoft will die erste Betatestversion von VSA im Frühjahr zeitgleich mit der zweiten Beta von Visual Studio .NET herausbringen. Beide Pakete sollen dann in der zweiten Jahreshälfte am Markt erscheinen.