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19.03.1999 - 

Entwickler sollen für Mac-OS X programmieren

Entwickler sollen für Mac-OS X programmieren Apple öffnet den Quellcode des Server-Betriebssystems

MÜNCHEN (CW) - Steve Jobs, bei Apple offiziell immer noch als Interimschef aktiv, will große Teile des für Herbst dieses Jahres angekündigte Mac-OS X im Quellcode offenlegen. Er spekuliert darauf, daß Apples Kultstatus ähnlich motivierend auf Entwickler wirkt, wie das bei der Linux-Gemeinde der Fall ist.

Mit der teilweisen Öffnung des Betriebssystems reiht sich Apple in einen durch Linux ausgelösten Trend ein, dem auch schon Sun und Silicon Graphics mit ihren Unix-Derivaten folgen. Auch beim Mac-OS X handelt es sich im Kern um ein Unix-Betriebssystem, das jedoch nicht soweit geöffnet werden soll, daß die Programmierer Mac-Clones für die Rechner anderer Hersteller erstellen können.

Das Erfolgsrezept von Linux, das Betriebssystem durch kostenlose externe Entwickler verbessern zu lassen und damit zugleich die Akzeptanz in der Fachwelt zu erhöhen, ist jedoch nicht beliebig kopierbar. In der Regel richtet sich das Engagement der Programmierer nämlich auf nichtkommerzielle Software. Außerdem gibt es schlicht nicht genug Entwickler für alle Hersteller, die sich Hilfe aus der Szene erhoffen.

Im Geschäftsumfeld werden Apple jedoch gute Chancen eingeräumt, Entwickler für sich zu gewinnen. Die Hard- und Software aus Cupertino hat bei vielen Usern einen Kultstatus und gilt ähnlich wie Linux als eine der wenigen Alternativen zur ungeliebten Wintel-Welt. Hinzu kommt, daß die Programmierer bei Mac-OS-X- Projekten dank der Unix-Basis nicht wie bei den bisherigen Mac- Betriebssystemen in eine völlig fremde Umgebung eintauchen müssen, die sich für die meist jungen Menschen später als berufliche Sackgasse herausstellen könnte.

"Es sieht aus, als wollte Apple Linux-Entwickler auf seine Hardware locken", kritisiert dagegen Bruce Berens, ein Open- Source-Entwickler, der bis vor kurzem in Jobs Firma Pixar arbeitete, die Aktion.