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16.06.2005

Entwickler und Internet-Fachleute profitieren vom IT-Aufschwung

In den ersten fünf Monaten 2005 stieg die Zahl der freien IT-Stellen um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Überproportional wuchs das Angebot für Internet-Profis.

Die jüngste Adecco-Auswertung der IT-Jobangebote in 40 Tageszeitungen und der computerwoche ergab, dass die Zahl der freien IT-Stellen in den ersten fünf Monaten gegenüber dem Vor- jahr von 6900 auf 8487 gestiegen ist. Das sind fünf Prozent weniger als in der Zeitspanne Januar bis April: Im ersten Quartal wuchsen die Jobbofferten um 25 Prozent gegenüber 2004. Nach wie vor bewegt sich der Stellenzuwachs auf weit niedrigerem Niveau als vor drei bis fünf Jahren.

Mit 2550 Angeboten kommen wie gewohnt die meisten Offerten aus Beratungs- und Softwarehäusern, deren Anteil mittlerweile fast ein Drittel aller IT-Angebote ausmacht. Mehr IT-Posten besetzen laut Adecco auch die Maschinen- und Fahrzeugbauer, Verlage, die Elektronik- und Telekommunikationsindustrie sowie die Finanzdienstleister. Auch die Zeitarbeitsfirmen melden größeren Bedarf an: Die Offerten stiegen von 189 auf 265. Einen leichten Rückgang meldet der öffentliche Dienst, nachdem im Vorjahr der Staat einer der zuverlässigsten Garanten für IT-Neueinstellungen war. Auch die Konsumgüterindustrie hat weniger Interesse an Computerfachleuten als im Vorjahr.

Bayern hat die meisten IT-Stellen

Nach Tätigkeiten gerechnet entfiel der stärkste Zuwachs auf die Bereiche Internet/Online und Anwendungsentwicklung. Rund 266 Web-Profis und 1917 Programmierer suchten die Arbeitgeber in den ersten fünf Monaten. Damit hat sich das Angebot für Online-Fachleute fast verdoppelt, und bei den Entwicklern sind es über 600 Stellen mehr als im Vorjahr. Auch Organisatoren und Koordinatoren sind weiterhin begehrt. Dieser Bereich legte immerhin um fast 40 Prozent auf 986 freie Stellen zu. Ebenfalls im Aufwind befinden sich die Datenbank- und Systemspezialisten sowie die Vertriebsmitarbeiter. 1074 Stellen waren für Erstere ausgeschrieben, was einem Plus von knapp über 20 Prozent entspricht. Dazu kommen 901 Offerten für die Verkäufer (726 im Vorjahr). Lediglich die Netzfachleute sind weniger gefragt als 2004. Die Angebote gingen von 148 auf 139 zurück. Einen Platztausch gab es bei der regionalen Verteilung der Offerten. Nachdem im vorigen Jahr Nordrhein-Westfalen die Liste der Bundesländer mit den meisten IT-Jobs anführte, übernehmen nun Bayern mit 1401 und Baden-Württemberg mit 1292 Inseraten die vordersten Plätze. Nordrhein-Westfalen folgt mit 1246 IT-Stellen. (hk)