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Anwender können die Features selbst bestimmen


19.01.1990 - 

Entwickler von Mac-Software planen Glasnost-Programmierung

MENLO PARK (IDG) - Die Textprogramme für die Mac-Welt sollen in Zukunft modularer aufgebaut werden. Der Grund: Viele Anwender sind es leid, sich den Durchsatz ihrer Systeme mit diversen Schnickschnack-Features mindern zu lassen.

Auf einem Treffen von Anwendern des Microsoft-Paketes Word monierten viele Teilnehmer die Praxis der Hersteller, Programme mit Funktionen auszustatten, die kein Mensch brauche und die lediglich den Durchsatz der Anwendungen lähmten.

Ihrer Meinung nach sei es besser, wenn jeder Benutzer die Möglichkeit hätte, die gewünschten Spezialfunktionen erst bei Bedarf zu laden und so den Programmablauf zu entlasten. Mit welchen Merkmalen eine Textverarbeitung ausgestattet sein müsse, sei eine für jede Anwendung individuelle Entscheidung.

Die wichtigsten Merkmale einer Textverarbeitung sind nach übereinstimmender Meinung der Konferenzteilnehmer eine Seitenlayout-Funktion, die mögliche Bearbeitung langer Dokumente, eine kurze Einarbeitungszeit und schließlich die Kompatibilität mit anderen Textprogrammen.

Vorreiter in Sachen modularer Programmaufbau ist der Apple-Ableger Claris Corp. mit der Mac-Software "Mac Write II". In diesem Programm kann der Benutzer wählen, welche Konvertierungsdateien er benutzen will.

Außerdem lassen sich Dokumente mit anderen Paketen austauschen, ohne das der Anwender zum Mac-Profi avancieren muß.

Diese transparente Arbeitsmöglichkeit mit der Bezeichnung "XTND" will Microsoft nach eigenen Worten jetzt auch in den Leistungsumfang von späteren Word-Versionen integrieren.

Als Zukunftsvision verspricht ein Microsoft-Vertreter einen plattformüberschreitenden Austausch von Dokumenten.

Außerdem strebe man eine Benutzerschnittstelle an, die das Mac-Interface, Windows und den Presentation-Manager zu Brüdern mache. Ein Branchenkenner: "Dazu muß Microsoft erst eine ganz eigene Technologie entwickeln."