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30.04.1981

Entwicklungshilfe für CPM-Anwender

30.04.1981

KASSEL (je) - Bekannte Software-Entwicklungshilfen wie Strukturierte Programmierung oder Modularisierung haben nun Verstärkung erhalten durch den Software-Generator "Larve", den die Kasseler Costec GmbH anbietet. Das Paket arbeitet unter dem Betriebssystem CP/M und benötigt einen Bildschirm mit direkter Cursor-Positionierung.

Die immens gestiegenen und weiter ansteigenden Kosten für Software und deren Wartung zwingen, meint Costec-Geschäftsführer Adrianus Elschot, zur Verwendung von qualifizierten Methoden und Hilfsmitteln bei der Entwicklung. Eine verstärkte Nutzung automatischer Programmierhilfen habe sich bis jetzt noch nicht durchgesetzt, wohl mangels brauchbarer Implementationen, mutmaßt Elschot.

Hier bietet der Kasselaner "seinen" Software-Generator Larve auf. Elschot: "Larve beendet die mühselige Arbeit des Codierens von Plausibilitätskontrollen, Eingabemasken und Benutzerführung, die einen Großteil der kommerziellen Anwendungsprogrammierung ausmacht und so wertvolle Programmiererkapazität bindet, und unterstützt damit ein Gebiet, das bis heute von fast allen Programmen mehr oder weniger vernachlässigt wird."

Das Kernstück von Larve bildet ein Formatinterpreter, der von der verwendeten Hochsprache aus (beispielsweise PL/1 oder Basic) die Eingabe vornimmt und überwacht. Er wird als Modul zum Hauptprogramm dazugebunden und benötigt etwa 1,8 KB.

Die Eingabeformate werden nach einer Syntax gebildet und als Parameter an den Formatinterpreter ebenso übergeben wie die Bildschirmposition oder die Meldung, die zu Beginn der Eingabe auf den Schirm geschrieben werden soll. Dadurch - so EIschot - besteht eine große Flexibilität in den Eingaben. Die Arbeit des Umsetzens einer Bildschirmmaske, die bisher von Hand geschah, wird nun von Source-Code-Generatoren übernommen.

Es wird also nur noch mittels eines Editors interaktiv eine Maske entworfen. Diese Maske verwandel die Generatoren dann in Aufrufe an den Formatinterpreter, und zwar in Quellcode. Dieser wird dann um die Programmzeilen erweitert, die die Eingaben verarbeiten. Der gesamte Erstellungsaufwand reduziert sich dadurch nach Elschots Darstellung "so gewaltig, daß sich schon nach vier erstellten Masken die Anschaffungskosten amortisiert haben".

Diese Anschaffungskosten liegen für die Einmallizenz bei 1150 Mark.

Informationen: Costec GmbH, Holländische Straße 19, 3500 Kassel, Telefon: 05 61/89 89 51.