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Entwicklungshilfe für SAA

28.07.1989

Bekommt das SAA-Skelett bald etwas Fleisch auf die Rippen, ist das weniger das Verdienst der IBM als vielmehr das ihrer "Software-Partner": Stammte schon die /2-LAN-Version der Officevision aus fremden Labors, so werden auch künftige "SAA-Anwendungen" vornehmlich extern gestrickt.

Nachdem ihr "Whitewater "-Projekt fürs erste begraben ist, zieht es die SAA-Mutter wohl vor, die Entwicklungspotentiale "unabhängiger" Softwareschmieden mit der Produktion von systemübergreifenden Anwendungen und Tools zu betrauen.

Dabei ist die IBM sicht nicht zu fein, mit klingender Münze nachzuhelfen, wo die Attraktivität des Konzepts nicht auszureichen scheint: Um sich MSA als Vasallen zu erhalten, kaufte der blaue Riese kürzlich fünf Prozent der Anteilscheine an dem Standardsoftware-Unternehmen. Die Beteiligung an der hierzulande weniger bekannten, in puncto Umsatz jedoch durchaus vergleichbaren AMS lnc. Iiegt möglicherweise demnächst bei 20 Prozent.

Dieses finanzielle Engagement dürfte den DV-Koloß jedoch weniger teuer zu stehen kommen als der Einsatz eigener Entwickler-Manpower. Schließlich ist und bleibt International Business Machines in erster Linie ein Hardware-Konzern, allenfalls noch ein Systemsoftwareanbieter, wogegen der Anwender dem ganzen schönen SAA-Konzept nur dann etwas abgewinnen kann, wenn er tatsächlich Anwendungen bekommt die über alle Rechnerebenen hinweg laufen.

Seit die IBM von Rechts wegen ihre Betriebssystemschnittstellen veröffentlichen muß, gibt es Software-Entwickler, die Anwendungen für IBM-Maschinen schreiben. Nur - früher hatte es der Branchenprimus nicht nötig, die Entwicklungshilfe der externen Softwerker mit Finanzspritzen zu forcieren.