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02.10.1981 - 

Software-Werkzeuge der strukturierten Programmierung, Teil III

Entwicklungshilfen auch für DV-Manager5. Strukturierte Programmierung im Dialog

In diesem Abschnitt wird ein interaktiver, bildschirmorientierter Editor für strukturiert geschriebene Quelltexte vorgestellt, der derzeit entwickelt wird. Die üblichen Editorfunktionen - Suchen, Ändern, Löschen, Einfugen, Kopieren, Verlagern von Text, Positionieren - lassen sich auch auf Strukturblöcke in der zu behandelnden Datei beziehen. Der Benutzer kann zwischen Textmodus und Struktogrammodus bei der Bildschirmausgabe wählen. Der Bildschirmausschnitt kann horizontal und vertikal beliebig verschoben werden.

Mit Positionieranweisungen kann man vom momentanen Strukturblock auf den in der Blockschachtelung nächsthöheren oder nächsttieferen auf den in einer Alternativkonstruktion rechts oder links von ihm stehenden oder auf den in einer Sequenz nächsten oder vorhergehenden Strukturblock positionieren. Man kann weiter auf die nächste oder vorhergehende oder auf eine benannte Prozedur positionieren. Nach eingestelltem Ausgabemodus wird der Bildschirm als Folge eines Positionierkommandos entweder mit den ersten Zeilen des Blocks oder der Prozedur gefüllt (Textmodus), oder ein Nassi-Shneiderman-Struktogramm davon wird abgebildet (Struktogrammodus).

Im Textmodus wird jeweils eine Bildschirmseite zur Bearbeitung angeboten. Es können am Bildschirm Zeichen und ganze Datensätze eingefügt, gelöscht und überschrieben werden. Diese Änderungen werden, gegebenenfalls mit weiteren Editoranweisungen, durch eine einzige Übertragung von Editor ausgeführt. Mit Editoranweisungen kann man Sätze einfügen, in andere Dateien schreiben, kopieren und verlagern, andere Dateien einfügen, in andere Dateien schreiben, Zeichenreihen suchen, ersetzen, löschen und einfügen, Sätze umnumerieren und auf beliebige Sätze positionieren.

Textbearbeitung kann wahlweise im Fenster- oder im Zeilenmodus erfolgen. Passen Dateisätze nicht auf eine Bildschirmzeile, so werden sie im Zeilenmodus jeweils auf der nächsten Bildschirmzeile fortgesetzt, wobei das Feld für die Satznummer gegebenenfalls freibleibt. Im Fenstermodus wird ein auswählbarer Spaltenbereich abgebildet. Damit jeweils ein möglichst großer Ausschnitt der bearbeiteten Datei gezeigt werden kann, wird keine eigene Zeile für Editoranweisungen reserviert. Statt dessen können beliebig Zeilen, in denen keine direkten Änderungen vorgenommen werden, als Anweisungszeilen für den Editor verwendet werden. Sie können jeweils mehrere Editoranweisungen enthalten, die nach der Eintragung der direkt im Text vorgenommen Änderungen nacheinander ausgeführt werden.

Im Struktogrammodus wird ein Teilstruktogramm aus der bearbeiteten Quelldatei am Bildschirm gezeigt Man kann angeben, bis zu welcher Schachtelungstiefe Strukturblöcke aufgelöst werden sollen und wie breit ein Block mindestens sein soll; Strukturblöcke, deren innere Struktur nicht mehr dargestellt wird, werden gekennzeichnet. In diesem Modus ist es möglich zu positionieren, Bereiche oder Blöcke zu löschen, zu kopieren oder zu verlagern oder Stellen zu markieren, um beispielsweise an ihnen Einfügungen durchzuführen. Änderungen dürfen jedoch nur blockweise oder innerhalb eines elementaren Blocks vorgenommen werden.

Im Struktogrammodus ist immer der Fenstermodus eingestellt. Editoranweisungen müssen im linken Rahmen von Strukturblöcken beginnen. Wird durch die Anweisungen der Quelltext geändert, so wird, falls noch der Struktogrammodus eingestellt ist, ein neues Struktogramm erzeugt.