Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

07.04.2000 - 

Vereinfachtes Management und Kosteneinsparungen

Equant vereint Sprache und Daten im globalen IP-Netz

MÜNCHEN (CW) - Der globale Netzbetreiber Equant Network Services macht mit integrierten Sprach- und Datendiensten auf IP-Basis Ernst. Mit "Ivad for Intranet Connect" (IIC) können Unternehmen ab sofort Telefonate, Faxe, Daten, Videos und Videokonferenzen über das weltweite IP-Backbone von Equant übertragen. Mit dem Dienst adressiert der Provider multinationale Konzerne.

Nach einer Testphase in 21 Städten und elf Ländern der Welt hat Equant jetzt den weltweiten Start seines konvergenten Sprach-Daten-Servicepakets auf Grundlage des Internet Protocol (IP) angekündigt. Laut Werner Gawlik, Managing Director Equant Deutschland, wird IIC ab sofort in 50 Staaten für Unternehmenskunden angeboten. Für Equant, das aus dem internationalen Airline-Network Sita entstand und eigenen Angaben zufolge das größte private Netzwerk der Welt mit Zugang zu 220 Nationen betreibt, ist der neue Dienst nicht die erste integrierte Lösung im Portfolio. Bereits seit Ende 1998 bietet der Carrier kombinierte Sprach- und Datendienste auf Basis von Frame Relay an. Gegenwärtig, so Gawlik, nutzen rund 80 multinationale Unternehmen dieses Angebot.

Mit dem neuen IP-basierten Service IIC richtet sich der Provider, der auf der Telecom in Genf im Herbst 1999 zum besten "New Carrier" gekürt wurde, ebenfalls an Großunternehmen und international operierende Konzerne. Für 20 Prozent der Top-1000-Companies liefert Equant laut Gawlik bereits TK-Dienste und will diese Quote noch erhöhen. Dazu soll vor allem das auf die IP-Infrastruktur aufgesetzte Sprach-Daten-Paket IIC beitragen.

An der mittelfristigen Umstellung der Kommunikation in Unternehmen auf reine IP-Technologie hat Gawlik keinen Zweifel. Für die integrierte Nutzung von Sprache und Daten sprechen, so seine Argumentation, mehrere Punkte: Zum Beispiel ein vereinfachtes Management sowie die Tatsache, dass IP-Applikationen über kurz oder lang ohnedies in Firmen eingeführt werden müssen. Darüber hinaus sieht Gawlik Kosteneinsparungen bis zu 50 Prozent beim Sprachverkehr, einen verbesserten Return-on-Investment im Netz sowie mehr Bandbreite für Daten, wenn die Auslastung im Sprachverkehr gerade gering ist.

80 Prozent Umsatz mit SprachkommunikationAber nicht nur in den Enterprise Networks, sondern auch in den Netzwerken der Carrier gehört IP die Zukunft nach Meinung des Managers. Equant rüstet deshalb seine Infrastruktur gezielt auf IP-Technologie um und setzt dabei auf Equipment von Cisco Systems. Wichtig ist dabei jedoch, so Gawlik, dem Kunden auch weiterhin die Schnittstelle zur traditionellen Circuit-SwitchedTelefonie zu bieten: "Noch werden 80 Prozent des Umsatzes mit Sprache und nur 20 Prozent mit Daten generiert", begründet Gawlik diese Maßnahme.

Bei Equant ist man sich außerdem der Vorbehalte der Anwender gegen Voice over IP (VoIP) durchaus bewusst. "Es gibt noch Zweifler", räumt Gawlik ein und meint damit jene, die schlechte Sprachqualität und Verzögerungen aufgrund von Netzüberlastungen gegen den Einsatz von VoIP ins Feld führen. Die Analysten der Yankee Group sehen hier allerdings Equant im Vergleich zu anderen Anbietern im Vorteil, weil das Unternehmen die volle Kontrolle über sein Netzwerk hat und Störungen schon im Ansatz erkennen und beseitigen kann.