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08.10.1999 - 

Vermutlich zehn Prozent Umsatzeinbußen

Erdbeben: Taiwans Chipindustrie kommt mit einem blauem Auge davon

TAIPEH (CW/IDG) - Das schwere Erdbeben in Taiwan forderte nicht nur über 1750 Todesopfer, sondern brachte auch die Produktion in Teilen der taiwanischen Halbleiterindustrie zum Erliegen. Über die Dauer beziehungswiese das Ausmaß der Produktionsausfälle existieren unterschiedliche Angaben. Die führenden Hersteller gaben inzwischen wieder Entwarnung.

Mit der Stärke 7,6 auf der Richterskala traf das Beben Zentraltaiwan am härtesten. In der Nähe des Epizentrums befindet sich der Hsinchu-Industriepark, wo die Mehrzahl der Chiphersteller angesiedelt ist. Dort wurde die Produktion lahmgelegt, allerdings kam es nach asiatischen Presseberichten nicht zu Zerstörungen oder schweren Beschädigungen von Fabriken, aber zu Stromausfällen. Die Betriebsunterbrechungen dauerten unterschiedlich lange. Einige PC-Anbieter wie Acer konnten eigenen Angaben zufolge den zweitägigen Stromausfall durch den Einsatz von Notstromaggregaten abfangen. Härter hat es die Chipproduzenten getroffen. Sie müssen ihre empfindlichen Fertigungsanlagen neu justieren - ein Prozeß, der Wochen in Anspruch nehmen kann. Das Beben verursachte darüber hinaus einen Schaden an einem Seekabel und schnitt Internet-Surfer in Singapur für neun Stunden vom Rest des weltweiten Netzes ab.

Mittlerweile gaben die taiwanischen Chiphersteller jedoch schon wieder eine (Teil)entwarnung. Nach ersten Aufräumarbeiten scheinen jedenfalls die Schäden von einem geringeren Ausmaß als erwartet zu sein. So erwartet die United Microelectronics Corp. (UMC) für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von umgerechnet rund 30 Millionen Dollar. Weniger als zehn Prozent der sich zum Zeitpunkt des Bebens im Produk- tionsprozeß befindlichen Wafer seien beschädigt worden, hieß es. Taiwan Semiconductor Manufactoring Co., weltweit größter der sogenannten Chipfremdhersteller, rechnet mit Einnahmeverlusten von knapp 90 Millionen Dollar. Schon in wenigen Tagen sollen dort etwa 80 Prozent der Fertigung wieder auf normalen Touren laufen. Wann wieder die herkömmliche Produktionskapazität erreicht werden könne, steht allerdings noch nicht fest.