Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Erfolg auf ganzer Linie?

07.09.2007
Die Veranstalter strahlten am letzten Messetag über neue Rekordzahlen. Wie die Aussteller selbst die IFA bewerteten, und welche Produkte und Lösungen besonders interessant waren, lesen Sie hier und auf den folgenden Seiten.

Von Ulrike Goreßen

Die Ergebnisse der IFA 2007 können sich sehen lassen: 235.000 Besucher (plus zehn Prozent), 1.212 Aussteller aus 32 Ländern (plus 15 Prozent), wobei der Auslandsanteil nun bei 60 Prozent liegt, und 104.000 Quadratmeter vermietete Ausstellungsfläche (plus zwölf Prozent). Auch das Ordervolumen konnte nochmals auf mehr als 2,6 Milliarden Euro gesteigert werden.

Für Veranstalter gfu und die Messe Berlin war somit klar: "Die IFA ist für die Entwicklung der Consumer Electronics die wichtigste jährliche, internationale Branchenplattform", wie Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin betonte.

Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, erklärte: "Den Fach- und Privatbesuchern haben sich neue digitale Horizonte bei Produkten und Dienstleistungen eröffnet. Aufgrund der starken Resonanz zur IFA 2007 sind wir außerordentlich zufrieden."

"Die IFA ist inzwischen die größte Leitmesse der CE-Industrie. Unsere Branche profitiert vom derzeit guten Konsumklima. Dies spiegelt sich auch im Ordergeschäft zur IFA 2007 wider,", erklärte Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbandes Consumer Electronics im ZVEI und Mitglied des Aufsichtsrates der gfu. "Mit einer Steigerung des Ordervolumens um rund zehn Prozent bei den Markenherstellern wurde erneut eine äußerst positive Zielmarke erreicht."

Diese Einschätzungen wurden bereits von diversen Ausstellern bestätigt. So erklärte Henrik Köhler, Vertriebsdirektor von Philips Consumer Electronics, kurz vor Messeschluss, man sei mit hoch gesteckten Zielen nach Berlin gekommen, doch die Erwartungen seien noch einmal übertroffen worden. Die Gründe für seine Zufriedenheit sind vielfältig. Zum einen war da die tatsächliche Ordertätigkeit des Handels, die direkt zu Aufträgen in hohen zweistelligen Millionenbeträgen geführt hat. Dabei fiel der hohe Anteil ausländischer Fachbesucher besonders auf. Aber auch der Zuspruch der verschiedenen Besuchergruppen habe Philips gezeigt, dass der gewählte Ansatz, stärker auf Design und Lifestyle zu setzen, positiv aufgenommen wurde.

Für die Klipsch-Gruppe war die IFA 2007 sogar die beste Messe seit fünf Jahren, wie T. Paul Jacobs, Präsident des Lautsprecherherstellers, euphorisch erklärte: "Wir mussten bereits nach wenigen Tagen die Fabrik anrufen, um die Produktion zu erhöhen." Aus ganz Europa, dem mittleren Osten, Asien, ja sogar aus Australien hätte man Aufträge erhalten.

Auch der rundum erneuerte türkische Hersteller Beko wird wohl seine Fertigungsraten erhöhen müssen, wie General Manager Cemal Seref Oguzhan Öztürk freudig berichtete. Für sein Unternehmen sei die IFA spitze.

Ein voller Erfolg auf ganzer Linie war die diesjährige IFA für Sharp. "Mehr Besucher, mehr Fachhändler, mehr Ordern: Unsere Erwartungen an die Messe waren hoch, wurden aber noch deutlich übertroffen", bilanziert Frank Bolten, Geschäftsführer Sharp Electronics Deutschland / Österreich. "Besonders die großen Bildschirmdiagonalen werden immer beliebter, wurden entsprechend nachgefragt und geordert. Die Begeisterung für die Full-HD-Geräte hat uns gezeigt, dass wir mit Premium-TV in Sachen Ausstattung, Design und Technik den richtigen Weg gehen."

Erwartungen deutlich übertroffen

Positiv war auch das Resümee von Nicola Kippels, Key Account Sales und Marketing Coordinator von Aiptek. Während der gesamten Messe waren alle sechs Besprechungsräume für Gespräche mit den Handelspartnern komplett ausgebucht. Der Willicher Anbieter machte aus der Not des abgelegenen Standplatzes in Halle 2.1 eine Tugend und konzentrierte sich auf konstruktive Fachhandelsgespräche mit hoher Abschlussrate.

Matthias Grumbir, Country Manager BenQ Deutschland, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden: "BenQ war offizieller Technikpartner der IFA-Sonderschau The Bloghouse. Als Kooperationspartner konnten wir auf der Fläche unsere Produkte ausstellen und vor Ort erfolgreich Termine mit Kunden, Partnern und Presse wahrnehmen."

Ingram Micro stellte zum dritten Mal auf der IFA aus und wieder in Halle 26. Auch die Erwartungen des Broadliners wurden deutlich übertroffen. "Das große Interesse im Vorfeld und bereits über 100 vorangemeldete Kunden zeigten uns, dass der Handel das persönliche Gespräch mit seinen Lieferanten sucht", berichte Christoph S. Dassau, Senior Manager CEG - Consumer Electronic Group bei Ingram Micro. "Es wurden über alle CE-relevanten Absatzkanäle hinweg deutlich mehr Gespräche geführt als noch im Vorjahr. Besonders erfreulich sind zudem die vielen Kontakte zu Interessenten beziehungsweise Neukunden - sowohl aus dem IT- als auch aus dem UE-Bereich. Darüber hinaus hat die IFA für uns ihr Versprechen gehalten, "noch internationaler zu werden". Es kamen so viele Kunden und Interessenten aus dem Ausland, dass wir kurzer Hand entschlossen haben, die Präsenz unserer Exportmanager auf die gesamte IFA-Zeit auszuweiten."

Etwas weniger Glück hatte der Distributor BHS Binkert mit seinem Stand. Dieser war einerseits am Eingang zur Halle 15.1 sehr prominent gelegen. Das war gut für alle Fachbesucher, die vom ICC aufs Messegelände kamen. Es war aber auch die direkte Rennstrecke für jugendliche Musikfans, die im Pulk zu den diversen Autogrammstunden oder Konzerten rannten, die etwa von Trekstor oder Maxfield angeboten wurden. Da ging schon mal ein Fachgespräch in lautem Kreischen nach der Boygroup US5 unter. Und da BHS Binkert für Endkunden sehr attraktive CE-Produkte im Portfolio hat, mussten auch zahlreiche Privatkunden weitergeschickt werden, da das Unternehmen ausschließlich mit dem Fachhandel zusammenarbeitet. Insgesamt gesehen war Michael Binkert aber mit dem Erfolg des IFA-Auftritts zufrieden.

Rundum zufrieden zeigten sich die Aussteller im Reseller Park, denn dort wurden selbst auf kleinstem Raum ständig intensive Fachgespräche geführt und über die gesamte Messe betrachtet große Ordervolumen geschrieben.

Welche Produkte auf der IFA besonders aufgefallen sind, lesen Sie auf den folgenden Seiten sowie täglich auf www.ce-business.de.