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23.01.1997 - 

Quartalsergebnisse: Apple und Bay Networks schreiben rote Zahlen

Erfolg von Sun überstrahlt Mißerfolg der anderen

Apple bleibt allem Anschein nach eines der Hauptsorgenkinder der Analysten. Die angeschlagene Macintosh-Company hat nun für das erste Quartal (Ende: 29. Dezember 1996) einen Verlust von 120 Millionen Dollar oder 96 Cent pro Aktie ausgewiesen. Das Minus ist damit entgegen ursprünglichen Annahmen (150 Millionen Dollar) zwar geringer ausgefallen als befürchtet, gleichzeitig mußten die Kalifornier aber, gemessen am entsprechenden Vorjahresquartal, einen Umsatzrückgang von 3,15 auf 2,13 Milliarden Dollar hinnehmen. Apple-Angaben zufolge lag die Ursache für den gravierenden Umsatzeinbruch im enttäuschend verlaufenen Weihnachtsgeschäft.

Alles in allem sehen angesichts dieser Resultate die Investoren an der Wallstreet für Apple weiterhin schwarz. Der Marktanteil sei in letzter Zeit so stark gefallen, daß das Überleben des Unternehmens in Frage stehe, urteilt man in New York. Daran scheinen bis auf weiteres auch die Durchhalteparolen von Apple-Chef Gilbert Amelio nichts zu ändern.

Amelio gab sich in einem veröffentlichten Positionspapier erneut zuversichtlich, daß der auf drei Jahre angelegte Sanierungsplan letztendlich zum Erfolg führen werde. Schon im vierten Quartal soll die Company wieder profitabel arbeiten. Gleichzeitig wurde allerdings die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 1996/97 (Ende: 26. September) von ursprünglich neun auf gut acht Milliarden Dollar reduziert.

Apple revidiert Einnahmenschätzung

Unterdessen hat Workstation-Spezialist Sun Microsystems für sein zweites Quartal (Ende: 29. Dezember 1996) einen Rekordumsatz von 2,08 (Vorjahr: 1,75) Milliarden Dollar sowie einen Rekordgewinn von 178,3 (126) Millionen Dollar beziehungsweise 46 Cent pro Aktie bilanziert. Analysten führen dies vor allem auf den Erfolg der Programmiersprache Java sowie die Markteinführung des Netzcomputers "Javastation" zurück. Server- und Desktop-Computer erfreuen sich reger Nachfrage, heißt es bei Sun.

Digital Equipment mußte hingegen im zweiten Quartal einen deutlichen Umsatz- und vor allem Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettoertrag des Computerriesen aus Maynard, Massachusetts, ist auf 31,9 gegenüber 148,8 Millionen Dollar im zweiten Quartal des Vorjahres gesunken, der Umsatz fiel auf 3,36 (3,95) Milliarden Dollar. Das beste an dieser Ergebnisveröffentlichung seien die gerade noch schwarzen Zahlen, zeigten sich Analysten in ersten Reaktionen enttäuscht. Vor allem die gesunkenen Einnahmen in Digitals traditionell "bestem Quartal" geben Anlaß zu neuen Sorgen. Das Unternehmen müsse seinem Vertrieb noch mehr Aufmerksamkeit schenken, fordern die Börsianer.

Enttäuscht hat auch Bay Networks. Die kalifornische Internetworking-Company wies für das am 31. Dezember 1996 beendete zweite Quartal bei einem Umsatz von 514,5 Millionen Dollar einen Verlust von 172,9 Millionen Dollar respektive 90 Cent pro Aktie aus. Im zweiten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres hatte Bay Networks bei Einnahmen etwa der gleichen Größenordnung (541,6 Millionen Dollar) noch einen Profit von 58,6 Millionen Dollar bilanziert. Die Übernahme zweier kleinerer Firmen (Net-IC und die Modem-Division von Penril Datability Networks) für rund 165 Millionen Dollar sowie die mehr als 40 Millionen Dollar kostende Konsolidierung der eigenen Produktlinie waren für das schlechte Ergebnis ausschlaggebend, heißt es offiziell.