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12.11.1976 - 

Bei der Quelle ist Leasen das Normale:

"Erfolgreich operieren auf einem speziellen Markt"

FÜRTH - "Wer Regeln aufzustellen versucht, wie sich der Anwender bei der Finanzierung seiner Anlagen verhalten sollte, der verhält sich falsch", behauptet Dipl.-Kfm. Ulrich Kiel, EDV/ORG-Chef des Fürther Waren- und Versandhauskonzerns Quelle. Der Stand einer Serie, unterschiedliches Zins- und Preisniveau schaffen - so Kiel - jedesmal neue Bedingungen. Für ihn ist es "mehr oder weniger selbstverständlich, daß ein Anwender sich im Second-Hand-Computermarkt als Käufer und Verkäufer betätigt". Allerdings: "Wer sich in diesem Markt versuchen will, muß eine gewisse Kenntnis der Angebots- und Nachfrage-Situation haben." Die Quelle hat reiche Erfahrungen: Derzeit sind alle Anlagen geleast. Dazu Kiel: "Bei der Frage 'Wie beschaffe ich mir meine Kapazität?' geht es doch nur darum, ob man sich zutraut, von diesen Möglichkeiten Gebrauch zu machen." Für den Großanwender sei es geradezu eine Notwendigkeit, bestehende Konfigurationen laufend zu ändern, um alle Chancen, die mit neuer Hardware geboten werden, zu nutzen: "Wer zudem einiges an Mixed-Hardware installiert hat, ist für viele Anbieter ein interessanter Gesprächspartner." Daraus ergäben sich ständig neue Kontakte und somit auch neue Angebote.

Bei der Quelle sind derzeit von diversen "kleineren" und "mittleren"' Anlagen abgesehen - drei Großrechner installiert (1 x 370/158, 2 x 370/168), von denen jeder eine eigene Geschichte hat.

Über die besten Geschäfte spricht man nicht

Die 158 wurde im Herbst 1973 als Mietmaschine installiert, dann im Herbst 1975 gekauft und sofort über "Sale-And-Lease-Back" finanziert. Die erste 370/168 wurde im Sommer 1974 als Mietmaschine übernommen, ein Jahr darauf gekauft, und erst 12 Monate später geleast. 168 Nummer zwei, eine Gebrauchtmaschine, die in Frankreich auf dem Markt war, ist erst seit September 1976 in Betrieb.

Im Übergang auf diese Anlagen hat sich der Verkauf der 360/65er (zwei 1024-K-Zentraleinheiten plus Peripherie) abgespielt, die seit 1968 genutzt wurden. Käufer: Dier Computer Contracts, Sydney, ein international bekannter Gebrauchtcomputer-Händler, der mit dein "Quelle-Paket" erst einmal sein Lager auffüllte. Ulrich Kiel verrät nicht, was bei dieser Transaktion für die Quelle "unterm Strich" herausgekommen ist: Die besten Geschäfte sind immer noch die, über die man am wenigsten spricht."