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10.02.1995

Ergebnisse einer BIS-Studie: Multimedia steigt bei Anwendern deutlich auf der Beliebtheitsskala

MUENCHEN (CW) - Multimedia ist der Katalysator fuer das Heim-PC- Geschaeft der kommenden Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen BIS Strategic Decisions aus Boston in einer jetzt veroeffentlichten Studie.

Seit dem erfolgreichen Einzug der Videorekorder in die Haushalte habe die Industrie nach einem aehnlich gefragten Artikel Ausschau gehalten. Der Heim-PC sei, getrieben durch das wachsende Interesse von Privatkunden am Thema Multimedia, dieses "heisse Produkt". BIS schaetzt, dass 1994 rund 4,5 Millionen PCs in die europaeischen Haushalte verkauft wurden, 1,1 Millionen davon seien von der Hardware-Ausstattung her bereits in der Lage, zum Multimedia- System ausgebaut zu werden. Fuer das gerade begonnene Jahr erwarten die Analysten 5,2 Millionen verkaufte PCs, wovon wiederum bereits rund zwei Millionen "Multimedia-bereit" seien.

Gerade bei juengeren, computerbewanderteren Menschen stehen PCs, so die BIS-Marktforscher, in Europa mittlerweile auf der Anschaffungsliste ganz oben und noch vor Hi-Fi-Systemen, Camcordern oder CD-Spielern. 16,8 Prozent der 16- bis 34jaehrigen wollen sich einen Computer kaufen. Nur 13,6 Prozent der Angehoerigen dieser Altersgruppe planen Investitionen fuer ein Hi- Fi-System, 11,9 Prozent moechten sich einen CD-Spieler zulegen. Diese Kaufabsichten zeigen, sind sich die Bostoner Marktforscher in ihrer Wertung sehr sicher, welcher Art der Markt fuer elektronische Consumer-Artikel der kommenden Jahre sein wird und welche Groessenordnungen zu erwarten sind.

Die Ergebnisse scheinen ferner ein Indiz dafuer zu sein, dass das Thema Multimedia den Kinderschuhen entwachsen ist. Nicht nur Hersteller nehmen sich dieses Bereichs nun an, wie die Produktoffensiven etwa der beiden deutschen Vorzeigeunternehmen auf diesem Sektor, Spea und Fast, zeigen. Auch PC-Anbieter kuemmern sich um Multimedia, was an der Angebotspalette beispielsweise von Compaq, IBM, SNI, oder Packard Bell unter anderen sehr augenscheinlich wird.

Damit tragen die Hersteller einem Trend Rechnung, den BIS-Analyst David Mercer bei Anwendern ausgemacht hat: "Wegen seiner Multimedia-Faehigkeiten hat der Heim-PC eine wesentlich hoehere Akzeptanz bei potentiellen Kaeufern gefunden."

Die langfristigen Folgen fuer den Elektro-Consumer-Bereich werden erheblich sein. Vor allem aber werden die multimedialen Moeglichkeiten des PCs ein ganz neues Kaeuferverhalten bei der sogenannten interaktiven Unterhaltung anregen. Nutzniesser dieser Entwicklung koennten die Programmierer von entsprechender Software sein."