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21.11.1975

Ergonometrische Forderungen beim Bildschirm-Einsatz

Technische Entwicklungen in Büros und Verwaltungen erfolgen in raschem Tempo. In den letzten Jahren sind optische Anzeigegeräte immer populärer geworden. Dies hat speziell in bezug auf die Beleuchtung neue ergonomische Probleme aufgeworfen. Vielerorts, wo Bildschirme täglich über lange Zeiträume benutzt werden, haben sich gewisse Schwierigkeiten ergeben, besonders im Hinblick auf Augenüberanstrengungen und Augenschmerzen, verursacht durch Bindehautreizungen. Mitarbeiter beschweren sich auch über Kopfschmerzen. Es gibt Anzeichen dafür, daß diese Schwierigkeiten fast immer durch unzureichende Lichtverhältnisse in Verbindung mit falsch gestalteten Bildschirmgeräten verursacht werden. Beim Kauf von neuen Datenanzeigegeräten sollte man deshalb darauf bestehen, daß die Bildschirme vom ergonomischen Gesichtspunkt richtig gestaltet sind.

Die Arbeit am Videogerät unterscheidet sich von der normalen Büroarbeit dadurch, daß der Mittelpunkt des Betrachtungsfeldes, innerhalb dessen man den Bildschirm sieht, dunkler als die Umgebung ist. Infolgedessen ist die Forderung, die die höchste Beleuchtungsdichte im Mittelpunkt des Betrachtungsfeldes verlangt, nicht erfüllt. Außerdem kann es zu einer anschließenden Kontrastblendung kommen. Das Auge muß zwischen dem dunklen Bildschirm und den umgebenden Bereichen mit hoher Beleuchtungsstärke hin und her wandern. In solchen Bereichen befinden sich weißes Papier auf Schreibtischen, Datendrucker und normale Schreib- und Rechenmaschinen.

Sofern ein Bildschirmgerät nicht in einer darauf besonders abgestimmten Umgebung aufgestellt werden kann, muß eine besondere Sorgfalt aufgewandt werden, wenn es in einem Büro installiert wird. Ein Arbeitsplatz mit einem Bildschirmgerät sollte so abgeschirmt werden, daß der Betrachter nicht durch umgebendes Licht gestört wild. Im Betrachtungsfeld des Bedieners sollten keine Fenster oder andere Lichtquellen sein, da diese blenden. Die Beleuchtung am Arbeitsplatz muß gut ausgewogen sein. Deckenbeleuchtungen sind so anzubringen, daß eine Reflexion auf den Bildschirmen vermieden wird. In Großraumbüros ist es oft schwierig, Reflexionen auf Bildschirmen zu vermeiden, die von Fenstern oder künstlicher Beleuchtung ausgehen.

Die Farbe des Lichtes

Alle fluoreszierenden Lampen (z. B. Neonlampen) an den Arbeitsplätzen sollten die gleiche Farbtemperatur haben, um durch Licht aus unterschiedlichen Lichtquellen ausgelöste Schwierigkeiten zu vermeiden. Licht aus unterschiedlichen Lichtquellen ermüdet das Auge dadurch, daß Licht unterschiedlicher Wellenlängen verschieden gebrochen wird und das Auge somit gezwungen wird, sich den ungleichen Farbtemperaturen unterschiedlich anzupassen .

Licht von Glühlampen kann mit Licht von warm-weißen, weißen und universell-weißen Neonlampen ohne Schwierigkeit kombiniert werden. Wenn künstliches Licht mit Tageslicht kombiniert werden soll, werden universell-weiße Neonlampen empfohlen.

Das optische Anzeigegerät sollte mit einer Tastatur ausgestattet sein, die unabhängig vom Bildschirm beweglich ist. Der Bildschirm sollte eine Antiblendbeschichtung haben. Man glaubt, daß ein gelber Text Vorzüge gegenüber Texten in anderen Farben hat. Der Bildschirmwinkel sollte verstellbar sein. Die Wiederholungsrate sollte hoch genug sein, um jedes Bildflackern von vornherein auszuschalten. Das Bild sollte über den gesamten Bildschirmbereich gleich scharf sein.

Die Arbeit mit optischen Anzeigegeräten erfordert ein gutes Sehvermögen, und deshalb ist ein Sehtest wichtig. Falls erforderlich, sollten geeignete Brillengläser gewählt werden. Es ist nicht sicher, daß Lesebrillen dafür ausreichen. Brillengläser mit zwei verschiedenen Linsen sind ungeeignet. Sie führen dazu, daß der Nacken falsch gehalten wird, und sind oft Anlaß für Nackenschmerzen. Es könnte empfehlenswert sein, Brillengläser mit Linsen auszuprobieren, die sich der Lichtstärke anpassen. Brillengläser, die während der Arbeit benutzt werden, sollten nicht gefärbt sein.