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Nokia hat Probleme mit dem Handy-Absatz


16.04.2004 - 

Ericsson setzt zum Comeback an

MÜNCHEN (CW) - Die Vorzeichen haben sich radikal gewandelt: Ericsson ist in der vergangenen Woche aus dem Schatten Nokias herausgetreten, weil das Geschäft gut läuft und die Finnen überdies auf dem Handy-Markt Einbußen hinnehmen mussten.

Das Rennen um die Krone der skandinavischen TK-Ausrüster verlief in den vergangenen Jahren alles andere als spannend. Während Nokia den globalen Handy-Markt dominierte, kämpfte Ericsson lange Zeit ums Überleben. Das Kerngeschäft der Schweden sind nicht wie bei Nokia Mobiltelefone, sondern Ausrüstungen für Mobilfunkunternehmen. Nun kann Ericsson jedoch wieder Hoffnung schöpfen, denn das Marktsegment hat sich zuletzt stabilisiert, und die Kosten sind drastisch zurückgefahren worden. So wurde die Zahl der Mitarbeiter auf etwa 50000 halbiert.

Nach der Sanierung ist Ericsson schuldenfrei, war zuletzt wieder profitabel und verfügt über Reserven von knapp drei Milliarden Euro. Anfang April setzte die Company ihre Erwartungen an die Gewinnspanne des ersten Quartals herauf und überraschte damit die Märkte. Als Folge der guten Entwicklung stellte Firmenchef Carl-Henric Svanberg zudem eine Dividende für das laufende Jahr in Aussicht. Bei den erfolgsverwöhnten Finnen hängt hingegen der Haussegen schief, weil der Handy-Absatz im ersten Quartal hinter den Vorgaben zurückgeblieben ist.

Falscher Produktmix

Statt eines Umsatzanstiegs von drei bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum werden Nokias Einnahmen voraussichtlich um zwei Prozent auf 6,6 Milliarden Euro schrumpfen. Das Mittelpreissegment der Mobiltelefone wurde vernachlässigt, die Nachfrage nach Klappgeräten falsch eingeschätzt, und in der Wachstumsregion Asien tut sich der Konzern schwer gegen Platzhirsche wie Samsung, LG Electronics, Panasonic sowie Sharp. Laut Nokia stieg der weltweite Geräteabsatz um 25 Prozent, die eigenen Verkaufszahlen konnten hingegen nur um 19 Prozent zulegen. Der erwartete Gewinn wurde am unteren Rand der ursprünglichen Prognose präzisiert. Die Aktien der Finnen fielen an der New Yorker Börse um über 17 Prozent. (ajf)