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14.02.2003 - 

Nach zwei Jahren als CEO muss Hellström gehen

Ericsson wechselt den Konzernchef aus

MÜNCHEN (CW) - Der angeschlagene schwedische TK-Ausrüster Ericsson bekommt einen neuen CEO. Bereits im April soll der wenig erfolgreiche Kurt Hellström vom Branchenneuling Carl-Henric Svanberg abgelöst werden.

Svanberg kommt vom Sicherheits- und Schließanlagenkonzern Assa Abloy, der unter seiner Führung in die Weltspitze des Marktsegments aufgestiegen ist. Obwohl der 50-jährige Manager über keine Erfahrungen in der Szene der Netzausrüster verfügt, wurde die Personalie an den Börsen begrüßt: Als vergangene Woche die Meldung verbreitet wurde, schnellte der Aktienkurs von Ericsson kurzzeitig um über zehn Prozent in die Höhe. Beobachter erklärten die Reaktion allerdings weniger mit der Auswahl von Svanberg durch den Aufsichtsrat "als Langzeitlösung", sondern vielmehr mit dem Rückzug von Hellström.

Der Ingenieur galt als öffentlichkeitsscheu, wenig diplomatisch und stand in dem Ruf, durch seine offiziellen Aussagen und Prognosen den Kurs der Ericsson-Aktie zielsicher in den Keller zu drücken. Als letzte Tat präsentierte Hellström vor zwei Wochen ein Finanzergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr, das hinter den Erwartungen zurückblieb. Zudem gab der CEO keine Entwarnung für den Markt ab: Anzeichen für eine Erholung seien derzeit nicht zu erkennen.

Die Zukunft des angeschlagenen Konzerns wurde im Rahmen des Management-Wechsels gleich vorgezeichnet: Svanberg solle Hellströms erfolgreiche Arbeit bei der Kostenreduktion fortsetzen, hieß es in einer Stellungnahme. Unter der Führung von Hellström war die Zahl der Beschäftigten bereits von über 100000 auf nun rund 65000 geschrumpft. (ajf)