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20.12.2005 - 

CW-Wert

Ernteeinsatz für Millionen

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering hat neulich vorgeschlagen, im kommenden Jahr sollten Abertausende deutsche Arbeitslose zum Ernteeinsatz geschickt werden. Münte denkt zunächst an rund 32 500 Helfer, die im ländlichen Ambiente ihrem frohen Tagwerk nachgehen sollen. Unter anderem auf diese Weise will der Staat das Problem der Millionen von Jobsuchenden in den Griff bekommen.

Dieser Ansatz ist schlicht zukunftsweisend. Müntes Idee löst zudem mit einem Federstrich eine Menge Probleme. Wir entsinnen uns nämlich eines Interviews, das der US-amerikanische Ökonom Jeremy Rifkin schon vor acht Jahren unserer Leib- und Magenzeitung gab. Darin sagte Rifkin, die moderne Technologie habe die größte Erfolgsgeschichte der Menschheit geschrieben. Nur würden die Bill Gates’ dieser Welt das nicht verstehen. Der Erfolg bestehe nämlich darin, dass die globale Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts mit einem Bruchteil der Arbeit auskomme, die heute zur Verfügung stehe. Selbst wenn es viele neue Arbeitsplätze in der Wissenswirtschaft gäbe, es würde nie für die Massen reichen. Das sei auch der Unterschied zwischen Industrie- und Informationszeitalter: Jenes bedeute Arbeit für die Massen, dieses jedoch Beschäftigung nur für eine kleine Elite.

Die eigentliche Frage sei, was man mit den Millionen Menschen anfange, die keiner mehr gebrauchen könne. Mit der von Münte ventilierten Idee ist diese Frage schlussendlich beantwortet.